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Arbeit in der Bibliothek: So orientierst du dich in der Bibliothek

In der Bibliothek kannst du recherchieren, lesen und lernen. Die Arbeit in einer Bibliothek gehört zu deinem Studium in Deutschland dazu. Dabei solltest du einige Regeln beachten. Eine Bibliotheksschulung hilft dir, um dich zu orientieren.

von: Dominik Brüggemann

Vor der Bibliothek © Hagenguth/DAAD
Vor der Bibliothek . © Hagenguth/DAAD

Zu Beginn ist es ratsam, die umfangreichen Informationsangebote vor Ort oder im Internet zu nutzen. Oft kannst du aus vielen Schulungen und Einführungskursen wählen. Eine allgemeine Einführung lohnt sich immer, damit du einen Überblick erhältst. Dabei erklären die Mitarbeiter dir die wichtigsten Schritte und beantworten deine Fragen. Nach welchem System sind die Bücher aufgestellt? Wie recherchierst du am Computer? Warum kannst du einige Bücher nur vor Ort anschauen? Wie erhältst du Bücher, die nicht öffentlich zugänglich sind? Und wo findest du das gesuchte Buch? Bei diesen Führungen bekommst du auch Hinweise zu Leihfristen, Kopierern und Sondergebühren.

Hochschulen stellen dir für die Recherche viele wissenschaftliche Datenbanken zur Verfügung, für die Geld bezahlen müsstest, wenn du kein Studierender wärst. Regelmäßig bieten die Bibliotheken oder Fachbereiche Kurse zur Nutzung dieser fachspezifischen Datenbanken an. Hier erfährst du alles über Datenbanken in deinem Fachgebiet, erhältst Tipps zu Suchanfragen und wie du digitale Texte aufspürst.

Wenn alles nichts hilft, stehen dir immer Mitarbeiter mit Rat und Tat zur Seite. „Wir helfen, wo wir können. Wenn jemand mit der Suchmaske am Computer Probleme hat, zeige ich ihm das kurz. Oder wenn ein Buch nicht zu finden ist, komme ich mit und helfe“, berichtet Sabine Voigt vom Infopunkt in der Dresdner Bibliothek. Als Ansprechpartner sind die Mitarbeiter die beste Wahl, denn die anderen Nutzer wollen meist ungestört arbeiten.

Arbeiten in der Bibliothek - So geht's!

Regeln in der Bibliothek

In den Bibliotheken wird in der Regel still gearbeitet, denn die Besucher kommen zum Lesen, Studieren und Arbeiten. Laute Gespräche und Telefonate sind unerwünscht. Viele Bibliotheken weisen auf Schildern auf Ruhe hin: Durchgestrichene Handys und ein Finger auf dem Mund fordern zum leisen Arbeiten auf. An manchen Arbeitsplätzen ist ein Laptop nicht erwünscht, denn das Tippen kann andere Lesende stören. In vielen Bibliotheken darfst du Rucksäcke und Taschen nicht mit in die Arbeitsräume nehmen. Meist kannst du sie in einem Schließfach am Eingang einschließen. Eine Wasserflasche am Arbeitsplatz oder ein Müsliriegel sind meistens kein Problem. Für ein ausführliches Essen solltest du den Lesesaal jedoch verlassen. Einige Häuser besitzen auch ein eigenes Café, in dem du eine Pause einlegen und dich stärken kannst.

Die Bibliothek als Ort zum Lernen

Kannst du dich zuhause nicht konzentrieren, nimm deine Arbeit einfach mit in die Bibliothek. Für jeden Lerntyp bieten Bibliotheken unterschiedlichste Arbeitsplätze an. Ob am Stehpult, in bequemen Sesseln, oder in einem riesigen Lesesaal: Ein Platz findet sich immer. Nur zu Prüfungszeiten solltest du früh da sein, um deinen Lieblingsplatz zu ergattern. Denn dann kann es schon mal richtig voll werden.

Viele Bibliotheken besitzen Gruppenräume, in denen du gemeinsam mit anderen lernen kannst. So kannst du dich mit deinen Kommilitonen in Lerngruppen treffen. Das hat den Vorteil, dass die Literatur vor Ort ist und du Wissenslücken sofort schließen kannst.

Auch für Bibliotheksbesucher mit besonderen Bedürfnissen gibt es Angebote, wie zum Beispiel für seh- und körperbehinderte Menschen. In der Landesbibliothek Hamburg stehen sechs Computer mit Spezialtastaturen, Vergrößerungssoftware und Bildschirmhilfen bereit. In der Dresdner SLUB kannst du dein Kind mitbringen und in einem bunt dekorierten Raum mit Kinderspielzeug und Arbeitstischen unterbringen.