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Hochschultypen: Sehr hohe Qualität an allen Hochschulen

In Deutschland kannst du an Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst-, Film- und Musikhochschulen studieren. Welcher Typ der richtige für dich ist, hängt unter anderem davon ab, was du studieren willst. Es gibt außerdem eine Unterscheidung in staatliche und private Hochschulen. Die Qualität ist an allen vergleichbar gut.

von: Redaktion

Studierende vor der Hochschule © Hagenguth/DAAD
Studierende vor der Hochschule . © Hagenguth/DAAD

In Deutschland gibt es 427 staatlich anerkannte Hochschulen, an etwa 180 Orten in der ganzen Bundesrepublik verteilt. Alle Hochschulen zusammen bieten über 18.000 Studiengänge an.

Typen

In Deutschland gibt es drei Arten von Hochschulen:

  • Universitäten,
  • Fachhochschulen sowie
  • Kunst-, Film- und Musikhochschulen

Welcher Typ der richtige für dich ist, hängt unter anderem davon ab, was du studieren willst.

Internationale Studierende © Hagenguth/DAAD
Internationale Studierende . © Hagenguth/DAAD

Universitäten

Universitäten bieten ein stark wissenschaftlich orientiertes Studium und viele unterschiedliche Fächergruppen. Manche Universitäten haben sich auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert. Beispiele sind Technische Hochschulen, Medizinische Hochschulen oder Pädagogische Hochschulen. Wenn du in Deutschland promovieren (den Doktortitel machen) möchtest, bist du an einer Universität genau richtig.

Zahlen und Fakten

Im Wintersemester 2014/2015 waren an den 427 staatlich anerkannten Hochschulen insgesamt knapp 2,7 Millionen Studierende eingeschrieben: 1,7 Millionen Studierende an den 107 Universitäten, 930.000 Studierende an den 246 Fachhochschulen, 35.000 Studierende an den 52 Kunst-, Film- und Musikhochschulen, 2.500 an den 16 Theologischen Hochschulen und 25.000 an den sechs Pädagogischen Hochschulen. Quelle: Statistisches Bundesamt

Fachhochschulen

An Fachhochschulen ist das Studium sehr praxisorientiert. Die Ausbildung ist auf die konkreten Anforderungen im Berufsleben zugeschnitten. Zum Studium gehören Praktika und Praxissemester.

Kunst-, Film- und Musikhochschulen

An Kunst-, Film- und Musikhochschulen kannst du künstlerische Fächer studieren. Diese Hochschulen bieten Fächer an wie Bildende Kunst, Schauspiel, Tanz, Industrie- und Mode-Design, Grafik, Instrumentalmusik oder Gesang. An Hochschulen für moderne Medien werden Regisseure, Kameraleute, Drehbuchautoren sowie andere Film- und Fernsehschaffende ausgebildet.

Hochschulpolitik

Bildung wird in Deutschland nicht zentral geregelt. Jedes der 16 Bundesländer hat seine eigenen Hochschulgesetze und Richtlinien. Außerdem sind die Hochschulen in Deutschland sehr selbstständig. Vieles ist deshalb nicht für alle Hochschulen einheitlich geregelt. Darum solltest du immer nachfragen, welche Bestimmungen an der Hochschule deiner Wahl gelten.

Die Voraussetzung für ein solches Studium ist ein besonderes künstlerisches Talent, das du in einem Eignungstest unter Beweis stellen musst. Für diese Hochschulen gelten besondere Zulassungsbedingungen. Bitte beachte, dass die meisten Kunst-, Film- und Musikhochschulen ausschließlich auf Deutsch unterrichten.

Staatliche und private Hochschulen

Die meisten Hochschulen in Deutschland werden vom Staat finanziert. Einige wenige Hochschulen werden von der protestantischen oder der katholischen Kirche unterhalten. Daneben gibt es über 120 private Hochschulen, deren Studienabschlüsse vom Staat anerkannt werden. Die meisten davon sind Fachhochschulen.

Die Mehrheit der Studierenden in Deutschland ist an staatlichen Hochschulen eingeschrieben. Nur rund 5,5 Prozent besuchen eine private Hochschule. Das liegt daran, dass du an privaten Hochschulen zum Teil hohe Studiengebühren bezahlen musst. Die Qualität der Lehre ist an beiden Hochschultypen vergleichbar gut.