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Facharzt-Ausbildung: Die Spezialisierung zum Facharzt

Die Spezialisierung in der Medizin ist in Deutschland die Ausbildung zum „Facharzt“. Sie dauert fünf bis sechs Jahre und findet in Universitätskliniken oder anderen Einrichtungen statt, die ausbilden dürfen. Die Regelungen sind in jedem Bundesland anders. Voraussetzung sind sehr gute Deutschkenntnisse und eine Zulassung für das Praktizieren als Arzt, die Approbation.

von: Redaktion

Assistenzärzte © Lichtenscheid/DAAD
Assistenzärzte . © Lichtenscheid/DAAD

Ablauf

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Medizinstudiums kannst du eine Ausbildung zum Facharzt in einem Wahlfach absolvieren. Diese Ausbildung dauert fünf bis sechs Jahre. Du kannst aus 30 verschiedenen Fachgebieten eines wählen. Während der Ausbildung musst du einen festgelegten Aufgabenkatalog abarbeiten. Am Ende der Ausbildung steht die Facharztprüfung.

Die Weiterbildung zum Facharzt ist kein Studiengang und findet nicht an der Hochschule statt. Während der Ausbildung bist du hauptberuflich als angestellter Arzt tätig und arbeitest zum Beispiel in einer Arztpraxis, einer Universitätsklinik, einem  Universitätszentrum oder einer anderen „zugelassenen Einrichtung der ärztlichen Versorgung“. Du wirst auch als Assistenzarzt vergütet (also bezahlt).

Eine wichtige Voraussetzung sind sehr gute Deutschkenntnisse, mindestens auf dem Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens. Diese musst du nachweisen. B2 entspricht zum Beispiel dem Zertifikat „Deutsch für den Beruf“.

Die Bestimmungen für die Facharztausbildung sind nicht deutschlandweit einheitlich. Jedes Bundesland regelt diese Ausbildung anders. Die Kompetenz liegt bei den 17 „Landesärztekammern“. Für deine Ausbildung zum Facharzt gelten die Regeln des jeweiligen Bundeslandes, in dem du wohnst oder arbeiten möchtest. Eine Liste aller Landesärztekammern findest du auf der Website der Bundesärztekammer.

Stellen für Assistenzärzte findest du zum Beispiel hier:

Weitere weiterbildungsbefugte (ermächtigte) Ärztinnen und Ärzte sowie zugelassene Weiterbildungsstätten findest du auf den Websites der Landesärztekammern. Eine Liste aller Landesärztekammern findest du bei der Bundesärztekammer.

Detaillierte Informationen zu unter anderem Zulassungsvoraussetzungen und Sprachtests erhältst du manchmal auch bei der jeweiligen Hochschule oder Universitätsklinik.

Zulassung zur Berufsausübung und Anerkennung der bisherigen Ausbildung

Wenn du in Deutschland als Arzt praktizieren möchtest, benötigst du eine staatliche Erlaubnis. Das ist die „Zulassung zur ärztlichen Berufsausübung in Deutschland“, die Approbation. Diese musst du bei der „Obersten Landesgesundheitsbehörde“ beantragen. Eine Liste mit den Adressen der zuständigen Behörden findest du auf der Website der Bundesärztekammer.

  1. Du bist Staatsangehörige der EU, Liechtensteins, Norwegens und der Schweiz und hast deinen Abschluss in der EU, in Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz gemacht:

Deine Ausbildung wird normalerweise als gleichwertig anerkannt und du erhältst die Approbation.

  1. Du bist Staatsangehörige anderer Staaten und hast deinen Abschluss nicht in der EU, in Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz gemacht:

Zunächst muss dein Abschluss auf Gleichwertigkeit überprüft werden (Kenntnisstandprüfung). Sollte keine Gleichwertigkeit festgestellt werden können, wird dir eine befristete Berufserlaubnis ausgestellt. Die Dauer beträgt ein bis maximal zwei Jahre. Während dieser Zeit muss du die Gleichwertigkeitsprüfung abgelegen. Wenn du sie erfolgreich bestehst, wird dir normalerweise die deutsche Approbation ausgestellt.