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Winterberg: Ein Paradies für Wintersportler

Winterberg ist die höchstgelegene Stadt in Nordrhein-Westfalen. Das heißt: Im Winter gibt es hier jede Menge Schnee. Die Stadt ist daher ein beliebtes Ziel für Wintersportler. Hier kannst du Skifahren, rodeln, wandern – ideal für einen Wochenendausflug.

von: Lisa Tüch

Ausblick im Skigebiet Neuastenberg-Postwiese © Postwiesen-Skigebiet
Ausblick im Skigebiet Neuastenberg-Postwiese . © Postwiesen-Skigebiet

Bundesland: Nordrhein-Westfalen (NRW)
Eignet sich für Studierende in: Dortmund, Duisburg, Essen, Bochum
Ticket: NRW Semesterticket

Über die Region

Der Kurort Winterberg liegt im Sauerland. Er ist ein beliebtes Wintersportziel. Hier gibt es das größte zusammenhängende Skigebiet nördlich der Alpen. Winterberg ist außerdem „Olympiastützpunkt“ für die Disziplinen Bob und Rodel und Bundesstützpunkt für den Nachwuchs im Biathlon und in Ski nordisch. Das heißt: Hier trainieren viele Athleten für ihre Wettkämpfe und werden dabei professionell betreut. Daher finden in Winterberg manchmal auch Welt- und Europameisterschaften statt. Im Winter 2012/2013 haben mehr als 900.000 Menschen Winterberg besucht.

So kommst du hin

Ab Dortmund fährt der Dortmund-Sauerland-Express RE 57 nach Winterberg.

Freitag – Tag 1 – Wintersport

Bevor du dich auf die Skier schwingst, verstaust du erst mal das Gepäck. Die Jugendherberge Winterberg liegt ziemlich nah an einem Skigebiet und ist darum eine gute Unterkunft. Am Hauptbahnhof nimmst du den Bus R28 in Richtung Bad Berleburg und steigst an der Haltestelle Neuastenberg/Jugendherberge aus. Eine Übernachtung mit Frühstück kostet in der Jugendherberge in der Hauptsaison rund 25 Euro (inklusive den Kosten für den „welcome stamp“, eine internationale Gastkarte, die Voraussetzung für die Übernachtung in einer deutschen Jugendherberge ist).

Skilift in Winterberg © Postwiesen-Skigebiet
Skilift in Winterberg . © Postwiesen-Skigebiet

Wenn alle Sachen verstaut sind und du deinen Skianzug angezogen hast, kann das Wintersportabenteuer los gehen. Nur 300 Meter von der Herberge entfernt liegt das Skidorf Neuastenberg Postwiese; das kannst du zu Fuß gehen. Hier gibt es 16 Abfahrten, die bis Anfang März täglich von 9 bis 16:30 Uhr geöffnet sind. Für Studierende gibt es Rabatt, eine Tageskarte kostet 20 Euro. Vergiss den Studierendenausweis nicht!

Der Skiverleih „Hochsauerland Sport“ liegt in der Nähe der Herberge. Hier kannst du zum Beispiel Ski, Snowboards und Schlitten ausleihen. Zur Sicherheit solltest du dir auch einen Helm besorgen. Ski kosten 15 Euro pro Tag. Wenn du noch unsicher auf Skiern bist, kannst du dich beim Skiverleih auch für einen Skikurs anmelden.

Mittags kannst du im Skidorf eine Pause machen und dich stärken, bevor du erneut den Berg hinab fährst. Keine Sorge: Du musst den Berg nicht wieder hochlaufen, sondern kannst dich vom Lift ziehen lassen.

Flutlichtrodeln und Après Ski

Nach Einbruch der Dunkelheit wechselst du das Sportgerät: Ab 18:30 bis 21:30 Uhr kannst du auf der Natur-Rodelbahn bei Flutlicht rodeln. Das kostet noch einmal 11,50 Euro. Die Rodelbahn im Skidorf ist die einzige dieser Art im Sauerland. Sie führt über zwei lange Kurven über natürliche Waldwege und ist etwa 500 Meter lang. Auch hier gibt es einen extra Lift, der dich und deinen Schlitten wieder nach oben bringt.

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Wer abends noch genug Kraft hat, geht zum Après Ski ins Skidorf – zum Beispiel in die „Lawine“, die auf dem Weg zur Herberge liegt. Après Ski feierst du übrigens im Skianzug. Du musst dich also vorher nicht extra rausputzen, also schick anziehen. Mit großer Wahrscheinlichkeit fällst du dann nachts total müde ins Bett.

Samstag – Tag 2 – Sightseeing

Nach dem anstrengenden ersten Tag in Winterberg, beginnt der zweite Tag ruhiger. Erster Programmpunkt heute: Ein Besuch in der SalzGrotte. Du erreichst die Grotte von der Jugendherberge aus mit dem Linienbus R28 oder dem SkiBus in Fahrtrichtung Winterberg/Bahnhof. An der Haltestelle Winterberg/Pforte musst du in den Bus R48 in Richtung Düdinghausen/Kirche umsteigen. Samstags musst du über eine halbe Stunde warten, wenn du mit dem Bus R28 fährst. Von der Haltestelle Elkeringhausen/Am Knittenberg sind es dann nur noch wenige Meter zur Grotte, die auf der linken Straßenseite liegt.

Die Grotte ähnelt einer Höhle, sie wurde aber von Menschen gebaut. Hier sind die Wände und der Boden aus Salz. Da du deine Schuhe ausziehen musst, solltest du dicke Socken mitbringen. Vor kalten Füßen musst du aber keine Angst haben, denn in der Grotte sind es kuschelige 20 Grad. Du kannst dich auf einen der Liegestühle legen und zur Entspannungsmusik Salznebel einatmen – das soll sehr gesund sein. Ein Besuch der Grotte kostet 8,50 Euro und dauert 45 Minuten. Damit du nicht warten musst, kannst du vorher per Mail oder telefonisch einen Termin vereinbaren.

Salzgrotte in Winterberg © SalzGrotte Winterberg
Salzgrotte in Winterberg . © SalzGrotte Winterberg

Nach dem Besuch der Grotte geht’s hoch hinauf auf den Kahlen Asten. Das ist der zweithöchste Berg in NRW. Dazu nimmst du ab der Haltestelle Am Knittenberg den Bus R48 zurück zur Haltestelle Pforte. Dort fährt samstags immer stündlich (13 Minuten nach jeder vollen Stunde, zum Beispiel 15.13 Uhr) der Schnellbus 40 in Richtung Grafschaft. An der Haltestelle Nordhang steigst du aus und fährst dann mit dem Taxibus auf den Kahlen Asten. Den Taxibus musst du vorher telefonisch unter 0 800 3 50 40 31 bestellen. Oben angekommen erwartet dich eine tolle Aussicht. Diese kannst du noch besser vom Aussichtsturm genießen. Der Aufstieg kostet 1 Euro. Außerdem gibt es auf dem Gipfel des Berges ein Infozentrum zum Wetter und Klima, denn der Deutsche Wetterdienst hat hier eine Wetterwarte. Der Eintritt kostet ebenfalls 1 Euro.

Winterwandern am Kahlen Asten

Anschließend wird es wieder sportlich: Du gehst wandern auf den Winterwanderwegen. Einer davon beginnt und endet am Aussichtsturm. Es ist eine Rundwanderung mit dem Schwierigkeitsgrad „leicht“ und damit auch für ungeübte Wanderer nicht zu anstrengend. Die Strecke ist vom Schnee geräumt und nur 1,2 Kilometer lang. Trotzdem solltest du feste Schuhe mit Profil anziehen, damit du dich nicht „auf die Nase legst“ (hinfällst). Folge einfach den Schildern und genieße die Schneelandschaft. Wie wär es damit, jetzt einen Schneemann zu bauen?

Mittlerweile knurrt dein Magen bestimmt. Mittagessen gibt es je nach Geschmack im Berggasthof oder im Turmrestaurant. Der Berggasthof bietet vor allem rustikale Speisen, wie zum Beispiel hausgemachte Suppen – super, bei durchgefrorenen Gliedern! Es gibt aber auch Currywurst.

Gesättigt geht’s dann wieder zurück nach Winterberg!