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Rhein-Main-Gebiet: Klettern ohne Berge

Im Rhein-Main-Gebiet geht es hoch hinaus, denn hier gibt es einen der höchsten Klettergärten in Deutschland. Hier kannst du deine Grenzen testen und zur Erholung an den Badeseen im Grünen entspannen. Den Abend kannst du mit einem Sonnenuntergang im Schlossgarten oder mit politischen Diskussionen ausklingen lassen.

von: Johanna Wendel

Im Kletterwald © Kletterwald Taunus
Im Kletterwald . © Kletterwald Taunus

Bundesland: Hessen
Eignet sich für Studierende in: Frankfurt, Wiesbaden, Mainz

Über die Region

Ein bisschen Shopping auf der Zeil, am Main spazieren oder einen Äppler (Apfelwein) trinken in Alt-Sachsenhausen – Frankfurt, der Taunus und das Rhein-Main-Gebiet haben viel mehr als das zu bieten! Im Taunus kannst du Klettern gehen und brauchst dafür nicht einmal Berge.

So kommst du hin

Zum Klettergarten gelangst du vom Frankfurter Hauptbahnhof mit der S5 Richtung Friedrichsdorf. Am Bahnhof Seulberg steigst du aus. Von dort aus sind es nur noch fünf Minuten bis zum Sportzentrum zu laufen und du bist direkt am Kletterwald. Geöffnet ist von 10 – 19 Uhr, am Wochenende geht es eine Stunde früher los.

Zum Langener Waldsee dauert die Fahrt ab Frankfurter Hauptbahnhof eine knappe Stunde. Am besten nimmst du die S3 oder S4 Richtung Darmstadt Hauptbahnhof und steigst am Bahnhof Dreieich-Buchschlag aus. Von dort aus musst du an Wochentagen ein so genanntes Anrufsammeltaxi rufen. Am Wochenende fährt ein Waldseebus.

Meine Meinung

Das Schöne an meiner Heimat ist ihre Natürlichkeit abseits von der Großstadt. Alles wirkt ehrlicher, weil es nicht so viele Touristen gibt, die beeindruckt werden sollen. Diese Region zeigt einfach das Leben, wie es ist.

Hoch hinaus

Ganz in der Nähe von Friedrichsdorf (rund 20 Kilometer nördlich von Frankfurt) befindet sich der Kletterwald Taunus. Dieser Waldseilgarten gehört zu einem der höchsten in Deutschland. Hier ist es ganz egal, ob du schon einmal geklettert bist oder dich das erste Mal hoch hinaus traust, denn bei den elf verschiedenen Parcours kannst du aus verschiedenen Schwierigkeitsstufen wählen. Bei der ausführlichen Sicherheitseinweisung entscheiden die Trainer anhand deines Könnens, welchen Parcours du klettern solltest. Du kannst bei der Kletterzeit zwischen zwei bis drei Stunden wählen. Montag bis Freitag zahlst du zwischen acht und zehn Euro, am Wochenende kostet es zwei Euro mehr.

Baden und Sonnen mitten in der Natur

Nach diesem schweißtreibenden Sport bieten die Naturbäder im Rhein-Gebiet eine willkommene Abkühlung. Schon wenige Kilometer von Frankfurt entfernt warten schattenspendende Bäume, Volleyball-Felder und Sandstrand auf dich. Der Langener Waldsee bietet viel Platz zum Erholen und Schwimmen. Geöffnet ist von 8 Uhr bis 20:30 Uhr, der Eintritt liegt bei rund drei Euro.

Sonne genießen im Schlosscafé oder diskutieren im Club Voltaire

Um einen anstrengenden und erlebnisreichen Tag schön ausklingen zu lassen, bieten sich zwei Orte besonders an.

Schloss Höchst © bilderbuch.rhein-main.net
Schloss Höchst . © bilderbuch.rhein-main.net

Das Schlosscafé in Frankfurt-Hoechst mit seiner Terrasse liegt direkt im Schlossgarten und bietet dir einen Blick direkt auf Frankfurt. Zur richtigen Zeit kannst du hier auch einen tollen Sonnenuntergang genießen. Wenn du es etwas ruhiger magst, kannst du hier gemütlich den Abend genießen und preiswert essen und trinken. Im dortigen Schlosskeller finden oft Konzerte und Auftritte von Kleinkünstlern statt. Mal ist es ein lokaler Künstler, der in Frankfurter Mundart die Gäste belustigt, manchmal eine Newcomer-Band vom anderen Ende Deutschlands. Mit der S 2 oder S 1 sind es vom Hauptbahnhof aus nur zehn Minuten. Lass dich vom tristen Bahnhof nicht erschrecken! Nach nur zehn Minuten Fußweg geradeaus bist du schon in der Altstadt, wo sich ein Fachwerkhaus ans andere reiht und einige Grünflächen ihr Bestes geben, den grauen Asphalt zu überwuchern.

Ausblick auf Frankfurt am Schloss Höchst © Wendel/DAAD
Ausblick auf Frankfurt am Schloss Höchst . © Wendel/DAAD

Ein weiterer toller Tipp ist auch der Club Voltaire, den du als Frankfurter Studierender sicher bereits kennst. Kein Wunder, der Club besteht nun mittlerweile schon seit über 50 Jahren und wird schon seit Generationen von Studierenden und denen, die es einmal waren, besucht. Bei den politischen Veranstaltungen zu aktuellen Themen kannst du mitdiskutieren und dich mit den anderen Besuchern austauschen. Auf dem Programm stehen auch Konzerte, Filmabende und einmal im Monat ein Improvisationsabend, bei dem du selbst Teil des Programms werden kannst. Außerdem tagt dort einmal im Monat die Redaktion des Satire-Magazins Titanic und liest aus der aktuellen Ausgabe vor.