Breadcrumb

Praktikum: Einstieg Praktikum

Als Praktikant hast du die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln. Du erhälst kleinere Projekte und Aufträge und wirst dabei von einem Mitarbeiter des Unternehmens betreut. Praktikumsangebote findest du in Stellenbörsen und über internationale Studentenorganisationen.

von: Redaktion

Teambesprechung mit Praktikanten © Ziegert/DAAD
Teambesprechung mit Praktikanten . © Ziegert/DAAD

Ein Praktikum ist „ein Job auf Zeit". Als Studierender kannst du während deiner Ausbildung einen Einblick ins Berufsleben bekommen. Du kannst nicht nur deine theoretischen Kenntnisse aus dem Studium praktisch anwenden und erste Arbeitserfahrung sammeln, sondern auch die Unternehmensstruktur kennen lernen und Kontakte knüpfen. Ein Praktikum kannst du in einem Unternehmen oder einer Organisation absolvieren. Es kann ein paar Wochen oder mehrere Monate dauern. Ein Praktikum wird meist nicht oder nur gering bezahlt.

Praktikantin © Stukenberg/DAAD
Praktikantin . © Stukenberg/DAAD

Initiative zeigen

Als Praktikant erhältst du kleinere Projekte und Aufträge und wirst dabei von einem Mitarbeiter des Unternehmens betreut. Als Praktikant in einem deutschen Unternehmen wird von dir erwartet, dass du kleinere Aufgaben eigenständig lösen kannst und aktiv eigene Ideen einbringst. Aber Vorsicht: Ein gesundes Selbstbewusstsein ist gut, Kritik an der Arbeitsweise der Kollegen direkt am ersten Tag nicht. „Kritisiere Dinge erst, wenn du die Spielregeln und vor allem die Hierarchie im Unternehmen kennst", empfiehlt Maria-Theresia Jansen von der Agentur für Arbeit in Bonn und ergänzt: „Frag ruhig nach, sei aufmerksam, aber dräng dich nicht auf!"

„Lass die Arbeitskultur auf dich wirken und beobachte, wie bestimmte Sachen gemacht werden", so die Expertin. Und vor allem: Was auf einer Stelle gemacht wird! So kannst du später beim Durchstöbern der Jobangebote besser einschätzen, wofür etwa ein „Systemingenieur Elektrofahrzeuge" verantwortlich ist oder womit sich ein „Projektmanager mit Komponentenverantwortung" beschäftigt.

Deutsch erleichtert den Einstieg

Praktikantin mit Kollegen © Stukenberg/DAAD
Praktikantin mit Kollegen . © Stukenberg/DAAD

In der Regel setzen vor allem kleinere und mittelgroße deutsche Unternehmen ein Mindestmaß an Deutschkenntnissen voraus. Das erleichtert die Kommunikation mit Kollegen und Kunden. In großen, internationalen Firmen sprechen die Mitarbeiter oft auch im Büro Englisch. Deutsch ist da kein Muss.

Viele Firmen schreiben Praktikumsangebote auf ihrer Website aus. Daneben gibt es Praktikumsbörsen, auf denen du gezielt nach offenen Stellen suchen kannst. Eine eigene Jobbörse bietet beispielsweise die Bundesagentur für Arbeit. Mehr Angebote findest du auch beim Career Service deiner Hochschule, beim International Office oder internationalen Studentenorganisationen wie AIESEC, ELSA oder IAESTE. Solltest Du keine passende Ausschreibung finden, kannst du dich genauso „auf eigene Faust", also initiativ, bei einem Unternehmen bewerben.

Rechtliche Vorgaben beachten

Wenn du an einer deutschen Hochschule studierst, darfst du 120 volle Tage im Jahr ohne Zustimmung der Ausländerbehörde und der Bundesagentur für Arbeit arbeiten. Handelt es sich aber um ein Pflichtpraktikum als Teil deines Studiums, gilt die 120-Tage-Regelung nicht. Für Studierende an ausländischen Hochschulen gelten wiederum andere Bestimmungen. In einigen Fällen brauchst du die Zustimmung mehrerer Behörden. Daher lohnt es sich, das Praktikum frühzeitig zu planen.