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Laura Hope: American Dream in Deutschland

Einst war die US-Amerikanerin Laura Hope selbst Austauschstudierende in Deutschland. Heute hilft sie Studierenden dabei, ihren Traum vom Auslandsstudium zu verwirklichen: Laura ist Beraterin für Auslandsaufenthalte an der TU Dortmund.

von: Lisa Tüch

Laura Hope © Tüch/DAAD
Laura Hope . © Tüch/DAAD

Steckbrief

Name: Laura Hope
Herkunft: Montgomery, Alabama, USA
Job: seit 2007 (Auslands-)Praktikumskoordinatorin und Beraterin für Auslandsaufenthalte im Referat Internationales der TU Dortmund
Studium: Angewandte Literatur- und Kulturwissenschaften an der TU Dortmund (2002 bis 2007)

In Laura Hopes Büro im Referat Internationales an der TU Dortmund hängen Postkarten aus aller Welt. „Wenn ich eine Postkarte aus Namibia oder Südkorea erhalte, sehe ich, wie sehr ich an den Lebensereignissen einer Person teilgenommen habe. Es ist ein dankbarer Job.“

Laura berät Dortmunder Studierende, die gerne ins Ausland möchten – zum Beispiel für ein Praktikum oder ein Auslandssemester. Sie hilft den Studierenden, sich für ein Zielland zu entscheiden und berät sie bei der Bewerbung und der Beantragung eines Visums. „Manche denken, mein Büro sei ein Reisebüro“, sagt Laura schmunzelnd.

Karrieresprungbrett: Studium in Dortmund

Die gebürtige US-Amerikanerin kennt die Situation, in der sich ihre Schützlinge befinden, nur zu gut. Auch sie hat es während ihres Studiums ins Ausland gezogen. 1999 packte sie ihre Koffer und zog für ein Auslandssemester nach Dortmund. Der Aufenthalt gefiel ihr so gut, dass sie hier nach dem Ende ihres Studiums in den USA ein weiteres begann: Angewandte Literatur- und Kulturwissenschaften.

Laura auf der NAFSA in den USA © privat
Laura auf der NAFSA in den USA . © privat

Ihr Studium an der TU Dortmund hat sie dabei gut auf ihre jetzige Stelle vorbereitet, denn dabei lernte sie viel über Marketing und Kulturen. Doch noch bedeutender war das Erlernen von Soft Skills: „Besonders wichtig waren die Fähigkeiten bei der Recherche, die ich erlernt habe. Zum Beispiel, wenn ich selbst eine Literaturliste für ein Seminar zusammenstellen musste. Dadurch habe ich gelernt, selbstständig zu arbeiten.“ Das hat ihr in ihrem jetzigen Job geholfen: Da sie die einzige Auslandsberaterin im Referat Internationales ist, muss sie selbstständig arbeiten und manchmal kreative Lösungen finden. Schon als studentische Hilfskraft hat Laura im Referat Internationales gearbeitet. Kurz nach dem Abschluss ihres Studiums wurde die Stelle der Auslandsberaterin ausgeschrieben.

Deutschkenntnisse sind von Vorteil

Damit ein Austauschstudierender sich gut in Deutschland einfinden kann, sollte er am besten Deutsch lernen, rät Laura. Auch wenn ein Leben hier recht gut ohne Deutschkenntnisse möglich ist: „Es gibt viele Masterstudiengänge auf Englisch und im Ruhrgebiet sprechen viele Menschen Englisch.“ Trotzdem sei es mit Deutschkenntnissen einfacher, die deutsche Kultur zu verstehen und – genau wie Laura – ein Teil von ihr zu werden.

Laura bei der Beratung © Tüch/DAAD
Laura bei der Beratung . © Tüch/DAAD

Abwechslungsreicher Job

Lauras Job im Referat Internationales ist abwechslungsreich. Neben der Beratungsfunktion nimmt Laura noch viele weitere Aufgaben wahr: Sie koordiniert Stipendienprogramme, betreut Forschungspraktikanten, sitzt in Auswahlkommissionen und ein bis zwei Mal jährlich fliegt sie ins Ausland. Hier vertritt sie die TU Dortmund auf Hochschulmessen und initiiert neue Partnerschaften. Dabei sieht sie ziemlich viel von der Welt: Im Namen der Uni war sie zum Beispiel schon in Australien und Norwegen.

Am besten gefällt ihr jedoch die Nähe zu den Studierenden: „Ich bringe den deutschen Studierenden gerne andere Kulturen – besonders meine eigene – näher. Ich darf mit den Studierenden zusammen an einem Projekt arbeiten, das sie für immer prägen wird.“

Die sind dann im Ausland hoffentlich genauso zufrieden wie Laura: „Ich bin inzwischen in Deutschland verheiratet, in einer unbefristeten Stelle und wunschlos glücklich. Ich würde wahrscheinlich frühestens im Rentenalter zurück in die USA gehen“ – wahrscheinlich mit einer riesigen Sammlung von Postkarten aus aller Welt.