Allein oder zusammen?


Es gibt viele Wohnformen: Wohnheim oder Wohngemeinschaft? Alleine oder zusammen mit anderen Studierenden? Wir stellen sie dir vor. Erfahre mehr über die Vor- und Nachteile von Wohnheim, WG und eigener Wohnung.

WG breakfast, Photo: Hagenguth/DAADWG breakfast, Photo: Hagenguth/DAAD
In Deutschland wohnen Studierende entweder in einem Studentenwohnheim oder in einer privaten Unterkunft. Anders als vielleicht in anderen Ländern erhältst du an deutschen Hochschulen nicht automatisch mit der Einschreibung eine Unterkunft, sondern musst dich selbst auf die Suche machen.

Leben im Wohnheim

Die Studentenwerke machen es dir ziemlich einfach. Für 158 Euro bis 358 Euro pro Monat kannst du dessen "Servicepaket" kaufen und dir damit einen Platz in einem Wohnheim sichern. Je nach Hochschule sind im Servicepaket zusätzlich eine Krankenversicherung, der Semesterbeitrag und ein Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr enthalten.

Dein Vorteil: Viele Wohnheimzimmer sind bereits voll möbliert und die Miete enthält auch alle Kosten für Fernseh- und oft auch Internetanschluss.

Dein Nachteil: Anders als bei einer privaten WG kannst du dir im Wohnheim deine Mitbewohner nicht aussuchen. Der Trend geht allerdings weg von WGs hin zu Einzelappartments mit eigener Küche und Badezimmer.

Tipp: Wo es Wohnheime in deiner Stadt gibt, sagt dir das Studentenwerk in deiner Nähe.

Leben in einer WG

WG Kitchen, Photo: Hagenguth/DAADWG Kitchen, Photo: Hagenguth/DAAD
Am beliebtesten sind private Wohngemeinschaften (WGs), für die sich mehrere Studierende gemeinsam eine große Wohnung suchen, in der jeder sein eigenes Zimmer hat. Küche und Badezimmer werden gemeinsam genutzt, die Miete aufgeteilt. Je nachdem, wo du studierst musst du mit 150 bis 350 Euro pro Monat rechnen.

Besonders in den großen Unistädten wie München, Köln oder Hamburg solltest du genügend Zeit für deine Suche nach einem WG-Zimmer einplanen. Am besten fängst du schon vor deiner Abreise damit an und stöberst im Internet. Zahlreiche Portale geben dir einen guten Überblick und die Möglichkeit interessanten WGs sofort eine Email zu schreiben.
Ebenfalls eine gute Anlaufstelle für freie Zimmer sind das Akademische Auslandsamt und das Schwarze Brett.

Dein Vorteil: In einer WG lernst du sofort neue Leute kennen und wohnst noch dazu günstig. Beim ersten Treffen merkst du außerdem, ob deine und die Vorstellungen deiner Mitbewohner vom gemeinsamen Zusammenleben zusammen passen.

Dein Nachteil: Je nachdem, wo du studieren möchtest, kann es eine Weile dauern, bis du ein Zimmer gefunden hast, denn der Andrang ist besonders am Semesteranfang groß.
www.wg-gesucht.de
www.easywg.de
www.studenten-wg.de

Leben in der eigenen Wohnung

Chilling on the balcony, Photo: Ausserhofer/Himsel/DAADChilling on the balcony, Photo: Ausserhofer/Himsel/DAAD
All jene, die ihren Kühlschrank gern für sich haben und viel Ruhe brauchen, sollten sich eine eigene Wohnung mieten. Aber Vorsicht: Während WG-Zimmer und Wohnheime günstige Alternativen sind, ist eine eigene Wohnung mitunter viel teurer. Nicht nur musst du die Miete alleine zahlen, sondern auch die Kaution - eine bestimmte Geldsumme, die dein Vermieter bis zu deinem Auszug als Absicherung behält.

Dein Vorteil: Du bist der Boss und kannst machen, was du willst ohne Rücksicht auf andere nehmen zu müssen.

Dein Nachteil: Kostet mehr Geld als eine WG und kann sehr einsam werden, wenn du ganz neu in der Stadt bist.
www.immobilo.de

Für welche Form der Unterkunft du dich auch entscheidest, alle drei haben eins gemeinsam: Kümmer dich so früh wie möglich darum. Falls gar nichts klappt und du bei deiner Ankunft in Deutschland noch keine Zusage für ein Zimmer hast, sind Hostels oder kleine Pensionen (Gästehäuser) eine gute Alternative.
www.hostelworld.com
www.jugendherberge.de