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Nachweis der Finanzierung: 8.700 Euro für ein Jahr

Bevor du dein Studium beginnst, musst du nachweisen, dass du genügend Geld hast. Du benötigst einen „Finanzierungsnachweis“. Meistens musst du ihn schon beim Antrag für ein Visum vorlegen. Du brauchst ihn spätestens, wenn du eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland beantragst. Meist wird verlangt, dass du über rund 8.700 Euro für ein Jahr verfügst.

von: Redaktion

Notizen © Pixabay
Notizen . © Pixabay

Du kannst auf unterschiedliche Art nachweisen, dass du dein Studium finanzieren kannst. Folgende Formen sind möglich:

  • Deine Eltern legen Einkommens- und Vermögensnachweise vor.
  • Jemand mit Wohnsitz in Deutschland verpflichtet sich gegenüber der Ausländerbehörde, die Kosten für dich zu übernehmen.
  • Ein Sicherheitsbetrag wird auf ein gesperrtes Konto eingezahlt (Sperrkonto).
  • Du legst eine Bankbürgschaft vor.
  • Du erhältst ein Stipendium von einem anerkannten Stipendiengeber.

Erkundige dich unbedingt bei der deutschen Botschaft in deinem Land, in welcher Form du den Nachweis erbringen musst!

Nebenjob

Wenn du als internationaler Studierender in Deutschland arbeiten willst, musst du einige Regeln beachten. Ein Nebenjob kann zwar dein Budget aufbessern, aber es ist kaum möglich, so deinen gesamten Lebensunterhalt zu finanzieren.

Tipps zum Sperrkonto

Viele internationale Studierende nutzen ein Sperrkonto für die Finanzierung ihres Studiums in Deutschland. Es heißt so, weil die Summe, die du darauf überweisen musst, so lange gesperrt, also blockiert wird, bis du in Deutschland eingereist bist.

Es ist gar nicht so schwer, selbst ein Sperrkonto einzurichten. Du solltest dabei nur ein paar Dinge beachten:

1. Beantrage es früh genug

Ein Sperrkonto kannst du zum Beispiel bei der "Deutsche Bank" oder der "Fintiba" einrichten. Sie braucht ungefähr eine Woche, um dein Konto zu eröffnen. Zum Semesterbeginn kann es aber auch länger dauern. Deshalb solltest du früh genug die Unterlagen für ein Sperrkonto anfordern. Schreib dafür eine Mail an db.student@db.com oder melde dich auf der Webseite der Fintiba an.

2. Lass deine Unterlagen beglaubigen

Die ausgefüllten Formulare und eine Kopie deines Reisepasses musst du vom Generalkonsulat oder der Deutschen Botschaft in deinem Land beglaubigen lassen. Erst dann kannst du deine Dokumente an die Deutsche Bank schicken. Bitte beachte: Per Mail oder Fax geht das leider nicht, denn die Bank akzeptiert nur das Original.

Deutsche Bank Privat und Geschäftskunden AG
Service Center Hamburg/Ausländische Studenten
Alter Wall 53
20457 Hamburg
Deutschland/Germany

Oder eröffne dein Konto online bei der Fintiba.

Studierender beim Rechnen © Ziegert/DAAD
Studierender beim Rechnen . © Ziegert/DAAD

3. Eröffne dein Konto

Wenn deine Unterlagen angekommen sind, richtet die Bank für dich das Sperrkonto ein. Dafür musst du einmalig 50-150 Euro Gebühren zahlen. Sobald es dein Konto gibt, musst du darauf mindestens 8.700 Euro einzahlen.

4. Bekomme dein Geld

In Deutschland angekommen, solltest du einen Termin in einer Filiale deiner Bank machen. (Das muss nicht unbedingt die Deutsche Bank sein – in Deutschland gibt es viele verschiedene Banken, wie Sparkasse oder Volksbank.) Dort bekommst du deine EC-Karte, mit der du nun Geld abheben kannst und deine Zugangsdaten zum Online-Banking.