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Arzt und Apotheke: Medizinische Versorgung in Deutschland

Die medizinische Versorgung in Deutschland ist sehr gut. Das deutsche Gesundheitssystem hat ein dichtes Netz gut ausgebildeter Ärzte. Medikamente bekommst du in der Apotheke, manche muss der Arzt dir vorher verschreiben.

von: Redaktion

Medizinflaschen in der Apotheke © DAAD
Medizinflaschen in der Apotheke . © DAAD

Das deutsche Gesundheitssystem gilt als eines der besten der Welt. Wenn du eine medizinische Versorgung brauchst, bist du in Deutschland so gut aufgehoben wie in kaum einem anderen Land.

Beim Arzt

Wenn du Zahnschmerzen hast, gehst du zum Zahnarzt. Wenn du andere Beschwerden oder Schmerzen hast, gehst du am besten zuerst zu einem praktischen Arzt oder Allgemeinmediziner, auch Hausarzt genannt. Der Hausarzt kann einschätzen, ob die Krankheit oder Verletzung besser von einem Facharzt behandelt werden sollte. Wenn das der Fall ist, schreibt dir der Arzt eine Überweisung, mit der du dann zum Facharzt gehst.

Namensschild einer Ärztin © DAAD
Namensschild einer Ärztin . © DAAD

Allgemeinmediziner, Zahnärzte und andere Fachärzte findest du in den „Gelben Seiten“ (das ist ein Telefonbuch, das nach Branchen sortiert ist). Die Adressen findest du auch auf der Website der "Gelben Seiten".

Die Öffnungszeiten der Arztpraxen sind sehr unterschiedlich. Viele Praxen haben am Mittwochnachmittag geschlossen. Am besten ist, du rufst an und lässt dir einen Termin geben. In dringenden Fällen kannst du auch einfach zu den Sprechzeiten kommen. Dann musst du meistens etwas warten.

Wenn der Arzt dir ein Rezept für ein Medikament schreibt, holst du es in einer Apotheke ab. Dort musst du meist zwischen 5 und 13 Euro dazu bezahlen – die so genannte „Zuzahlung zu Arzneimitteln“. Der Rest wird von der Krankenkasse bezahlt. Allerdings gilt das nur für Medikamente, die dir vom Arzt verschrieben wurden. Die anderen Arzneimittel musst du in voller Höhe selber bezahlen.

Notfälle

Wenn du nachts oder am Wochenende dringend ärztliche Hilfe brauchst, kannst du in ein Krankenhaus fahren. Wenn das nicht geht, kannst du die 112 anrufen, damit ein Krankenwagen oder Notarzt zu dir kommt. Die 112 ist eine kostenlose Telefonnummer.

Wenn es nicht ganz so dringend ist, aber du auch nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten kannst, ist der „Ärztliche Bereitschaftsdienst“ eine Option. Das ist eine Vertretung für Hausärzte, die außerhalb der normalen Sprechzeiten tätig ist. Diesen Notdienst erreichst du in ganz Deutschland unter der Telefonnummer 116 117.

Übrigens: Auf den Autobahnen gibt es orangefarbene Notrufsäulen. Wenn du einen Unfall hast, kannst du über diese Säulen Hilfe rufen. Du findest die Notrufsäulen, indem du den Pfeilen an den weißen Kilometersteinen oder den schwarz-weißen Straßenpfosten folgst.

Medikamente © Tim Reckmann/pixelio.de
Medikamente . © Tim Reckmann/pixelio.de

Medikamente

Es gibt zwei Gruppen von Medikamenten: verschreibungspflichtige und rezeptfreie.

Verschreibungspflichtige Medikamente bekommst du nur in Apotheken und nur, wenn ein Arzt dir ein Rezept dafür ausgestellt hat. Das Arzneimittelgesetz ist in Deutschland recht streng. Einige Arzneimittel, die du in anderen Ländern vielleicht rezeptfrei und sogar im Supermarkt bekommst, musst du dir in Deutschland in jedem Fall von einem Arzt verschreiben lassen. Und eventuell sind Medikamente, die es in anderen Ländern zu kaufen gibt, in Deutschland überhaupt nicht zugelassen.

Einige rezeptfreie Medikamente bekommst du auch in Drogeriemärkten, wie dm und Rossmann. Dazu zählen Mittel gegen Husten und Schnupfen, wie Hustenbonbons oder Nasenspray.

Die Apotheken in Deutschland haben in der Regel montags bis freitags von 8:30 Uhr bis 18:30 Uhr geöffnet, samstags oft nur vormittags. Am Sonntag sind sie geschlossen. In jeder Stadt gibt es aber mehrere Apotheken, die einen Notdienst haben und dann Tag und Nacht und auch am Wochenende geöffnet haben. Die Adressen dieser Apotheken stehen in der Tageszeitung unter der Rubrik „Apotheken-Notdienst“ und an jeder Apotheke. Im Internet findest du ebenfalls die Notdienste von Apotheken.