Immer erreichbar für Freunde und Familie

Ohne Handy fühlen sich viele Studierende hilflos. Es ist Wecker, Adressbuch und unerlässlich, um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. Eine deutsche Handynummer zu bekommen, ist ganz einfach, wenn du dabei ein paar Dinge beachtest.

Dank Handy immer erreichbar, Bild: DAADDank Handy immer erreichbar, Bild: DAAD
Gut angekommen? Sicher willst du deinen daheim gebliebenen Verwandten und Freunden mitteilen, was du auf der Reise erlebt hast und wie deine ersten Eindrücke von Deutschland sind. Auch ohne eigenen Telefon- und Internetanschluss ist das kein Problem. Denn Internetcafés gibt es in deutschen Städten an fast jeder Ecke. Dort kannst du für etwa einen Euro pro Stunde im Internet surfen, über Skype telefonieren (Headsets liegen fast immer bereit), E-Mails schreiben und Instant-Messenger nutzen.

Vom Internetcafé zu Hause anrufen

Wenn du es lieber traditionell magst, findest du in den meisten Cafés außerdem abgetrennte Telefonboxen mit herkömmlichen Schnurtelefonen. Damit hast du die Möglichkeit, in alle Welt zu telefonieren. Wichtig: die Gebühren sind in aller Regel wesentlich günstiger als entsprechende Telefonate vom Handy. Eine Liste mit den genauen Minutenpreisen liegt im Laden aus oder ist an der Kasse zu bekommen.

Um mit deinen neuen Kommilitonen auch unterwegs in Kontakt zu bleiben, solltest du dir eine deutsche Handynummer besorgen, denn Telefonate von deinem ausländischen Handy ins deutsche Netz sind sehr teuer. Dir stehen dafür grundsätzlich zwei Möglichkeiten offen: Wer wenig telefoniert, nur kurz in Deutschland bleibt oder sich ungern bindet, kauft am besten eine Prepaid-Karte. Sie ist günstig und wird nicht nur in Telefonläden, sondern auch in Supermärkten und Drogerien angeboten. Dort hängen die Karten meist in der Nähe der Kassen. Mit der Prepaid-Karte erhältst du eine eigene Rufnummer, unter der du zukünftig ohne weitere Kosten für eingehende Anrufe erreichbar bist. Sie kostet bei den Netzbetreibern zwischen zehn und 20 Euro. Je nach Anbieter ist ein unterschiedlicher Betrag als Guthaben für Gespräche und SMS inklusive.

Vom Handy mit den Freunden telefonieren

Bei SMS- und Gesprächsgebühren sind Prepaid-Karten zwar meist etwas teurer als feste Verträge. Letztere laufen in der Regel allerdings über zwei Jahre und lohnen sich nur, wenn du länger in Deutschland bleiben möchtest. Doch es gibt Ausnahmen: Beispielsweise bietet der Netzbetreiber O2 mit „O2o“ derzeit einen Vertrag ohne Mindestlaufzeit an. Er lässt sich mit einer Kündigungsfrist von 30 Tagen jederzeit beenden und enthält außerdem keine Grundgebühr. Ähnliche Produkte ohne Grundgebühr und Mindestvertragslaufzeit sind bei Alice, Congstar, Klarmobil, Simply, Simyo und Tchibo erhältlich.

Vier Netzbetreiber, unzählige Anbieter

Insgesamt gibt es übrigens nur vier Netzbetreiber in Deutschland: T-Mobile, Vodafone, E-Pus/Base und O2. Andere Mobilfunk-Anbieter sind sehr zahlreich, erwerben bei einem der genannten Betreiber aber nur das Recht, dessen Netz zu benutzen und verkaufen dieses Nutzungsrecht in kleinen Happen an dich, den Endkunden, weiter.

Laut der Fachzeitschrift connect (Connect, 11/2009) hat Vodafone, was Qualität und Verfügbarkeit des Netzes betrifft, unter den Betreibern zur Zeit knapp die Nase vor T-Mobile und 02 vorn. Generell gilt: Gespräche und SMS innerhalb des Netzes eines Mobilfunk-Anbieters sind auf jeden Fall billiger oder sogar kostenlos, als zur Konkurrenz zu telefonieren. Du sparst also, wenn du den Anbieter wählst, den die meisten deiner Freunde nutzen.

WLAN in der WG

Wlan zu Hause, Bild: HagenguthWlan zu Hause, Bild: Hagenguth
Du möchtest von zu Hause aus skypen, chatten und willst nicht in die Uni-Bibliothek gehen, um im Internet zu recherchieren? In den meisten WGs ist ein Internetanschluss mit kabellosem Netzwerk (WLAN) schon vorhanden, den du gegen eine Kostenbeteiligung mitnutzen kannst. Üblich für eine Kombination aus Internetflatrate mit sechs Mbit-Leitung und Telefonflatrate sind Gebühren zwischen 20 und 40 Euro. Höher sollten die Kosten nicht liegen. Wohnst du in einer Dreier-WG wären das zum Beispiel zwischen fünf und 13 Euro für jeden.

Wenn du selbst einen neuen Internetanschluss für dein Zuhause beantragen möchtest, brauchst du etwas Geduld und auf jeden Fall ein eigenes Konto, denn davon bucht der Netzanbieter seine Gebühren ab. Bis zur Bereitstellung kann es über einen Monat dauern. Aber für die Übergangszeit bieten viele Händler gratis einen UMTS-Stick an, mit dem du sofort Zugang zum Netz hast und in Verbindung mit deinem Laptop auch unterwegs das Internet nutzen kannst.

Apropos UMTS-Stick: Auch ohne Vertrag und feste Laufzeit kannst du einen solchen Stick kaufen. Wie Handys werden UMTS-Sticks mit Prepaid-Tarifen und ohne weitere Verpflichtungen angeboten. Lediglich der Stick ist bei solchen Angeboten mit circa 60 Euro relativ teuer.

Erklärungen und Tarifübersichten für Handy und Internet mit Ratgebern, welcher Tarif für dich am besten ist, findest du unter:

www.handytarife.de / www.online-tarife.de
http://prepaid-vergleich-online.de
www.tariftip.de