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Wiesbaden: Heilwasser und Kultur

Suchst du eine Großstadt mit viel Geschichte, wunderschöner Architektur, Parkanlagen und hübschen Cafés? Dann komm nach Wiesbaden, der Hauptstadt des Bundeslandes Hessen. Hier gibt es sogar Brunnen, an denen du gesundes Heilwasser probieren kannst.

von: Sophie Nagel

Marktplatz © Nagel/DAAD
Marktplatz . © Nagel/DAAD

Zahlen & Fakten

Einwohner:
269.121
Studierende:
15.101
Hochschulen:
2
Miete/Monat:
203€ - 423€
Tipp:
Entspann dich am Salzbach!
Website:
www.wiesbaden.de

Willkommen in Wiesbaden

Wiesbaden liegt im Bundesland Hessen am Fluss Rhein, westlich von Frankfurt. Die Stadt ist eine gemütliche und sehr schöne Großstadt mit viel Kunst und Natur. Viele Gebäude, die vor 1914 entstanden, stehen heute noch. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören die Marktkirche, das Rathaus und der Marktbrunnen. Wenn du hier her gefunden hast, bist du mitten drin in der hübschen Altstadt. Diese trägt in Wiesbaden den Namen "Schiffchen", denn von oben sehen die Straßenzüge aus wie ein Schiff. Der Kurpark, der Neroberg und die Rheinpromenade sind beliebte Ausflugsziele zum Entspannen und Erholen.

Kuckucksuhr © Nagel/DAAD
Kuckucksuhr . © Nagel/DAAD

Nur wenige Gehminuten entfernt kannst du die größte Kuckucksuhr der Welt sehen, die zweimal pro Stunde schlägt und den Kuckuck herauskommen lässt.

Mit fünfzehn Thermal- und Mineralquellen ist Wiesbaden aber auch eines der ältesten Kurbäder Europas. Wenn dich interessiert, wie Heilwasser schmeckt, gehst du am besten zum berühmten Kochbrunnen. Er gehört zu den ältesten Thermalquellen.

Marktplatz mit hessischem Landtag © Nagel/DAAD
Marktplatz mit hessischem Landtag . © Nagel/DAAD

In Wiesbaden arbeiten viele kreative Menschen. Deshalb wurde der Arbeitskreis Kommunikationsdesign gegründet, um das vorhandene Angebot an Kreativagenturen in der Stadt bekannter zu machen. Ein toller Treffpunkt für alle, die in diesem Bereich arbeiten ist das „Coworking Space und Café“ Heimathafen. Hier werden Arbeitsplätze an Kreative, Selbständige und Wissensarbeiter vermietet, Kaffee getrunken und eine Plattform fürs Networking geschaffen. Abends finden auch mal Konzerte statt und einmal im Monat der „Donnerstalk“, um mit Gleichgesinnten auf neue Ideen zu kommen.

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Leben in Wiesbaden

Zu den beliebten Wohnvierteln in Wiesbaden gehören für Studierende die Innenstadt, das Rheingauviertel und aufgrund der relativ günstigen Mieten das Westend. Manche Studierende pendeln aber auch aus Mainz. Wenn du in einem der drei Wiesbadener Studentenwohnheime leben möchtest, solltest du dich mindestens vier Monate vor Studienbeginn um ein Zimmer kümmern. Kaufe dir für deinen Alltag und die Freizeit am besten ein gebrauchtes Fahrrad, auch wenn in Wiesbaden einige Berge auf dich warten.

Café Klatsch © Nagel/DAAD
Café Klatsch . © Nagel/DAAD

Die Zeit nach der Vorlesung kannst du in beliebten Cafés wie dem Westendcafé und dem Café Klatsch verbringen. In der Altstadt findest du viele Tapas-Bars, Cafés und Bistros, gutbürgerliche Restaurants, gemütliche Weinlokale und ein italienisches Pizza-Haus. Lebst du vegetarisch, kannst du das Manik Veggie Café am Michelsberg ausprobieren. Gegenüber bietet Die Waffel afghanisches Essen.

Mein Tipp

Nach einem gemütlichen Spaziergang durch den Kurpark, genießt du im Sommer den kühlen Schatten der Bäume am Salzbach.

Clubs und Discos sind über die ganze Stadt und besonders die Innenstadt verteilt zu finden. Unter Studierenden ist die Litfasssäule beliebt. Partys und mehr warten im Kulturpalast auf dich. Für Konzerte verschiedenster Musikstile, Flohmärkte und Filmabende ist der Schlachthof hinter dem Hauptbahnhof die wichtigste Adresse. In diesem Kulturpark findet im August auch immer das Folklore Festival statt. Das Wohnzimmer auf der Schwalbacherstraße ruft jeden Dienstag „Bühne frei“ für Impro-Theater und Poetry Slams. Wenn dir das Wiesbadener Nachleben nicht genug bietet, findest du im fünfzehn Fahrminuten entfernten Mainz ein bunteres Angebot – oder du gehst gleich in Frankfurt aus.

Schlachthof © Nagel/DAAD
Schlachthof . © Nagel/DAAD

Die nähere Umgebung hat ebenfalls einiges zu bieten. Das International Office der Hochschule bietet neuen Studierenden regelmäßig Ausflüge an. Du kannst die Weinregion Rheingau, den Taunus oder die Nachbarstadt Mainz kennenlernen. Du solltest dich unbedingt zur Frankfurt-Tour mit "Ebbelwoi-Express" anmelden. Denn der "Ebbelwoi“ (Apfelwein) gehört im Bundesland Hessen wie die Butter zum Brot!

Wenn du gerne in luftiger Höheunterwegs bist, schau doch mal im Kletterwald vorbei. Auch beim Hochschulsport findest du sicher ein Hobby, das dich neben dem Studium fit hält. Studierende in Wiesbaden können auch am Sportprogramm der Universität Mainz teilnehmen. Für einen Ausflug etwas außerhalb des Zentrums am Rheinufer lohnt sich gerade im Sommer der Schiersteiner Strand.

Interview mit Hai Ly aus Vietnam

Hai Ly Ta ist 23 Jahre alt und studiert im zweiten Semester Soziale Arbeit an der Hochschule Rhein-Main.

Hai Ly aus Vietnam © privat
Hai Ly aus Vietnam . © privat

Wieso hast du dich für ein Studium in Wiesbaden entschieden?

Ich bin seit 2012 in Deutschland und habe zunächst das Studienkolleg in Darmstadt besucht. Danach habe ich mich für einige Monate im Freiwilligenzentrum in Wiesbaden engagiert. So kam es zu meinem Wunsch, Soziale Arbeit zu studieren. Weil ich durch meine Arbeit in Wiesbaden Freunde gefunden hatte, wollte ich dann auch hier studieren. Ich wohne zur Zeit aber in Mainz. Dort arbeite ich noch ehrenamtlich in einem Seniorenzentrum.

Wie hast du dich auf deinen Aufenthalt in Deutschland vorbereitet?

Ich habe an der Universität von Hanoi in meinem Heimatland bereits Deutsch studiert und mich dann um einen Platz für das Studienkolleg beworben. Natürlich musste ich auch einige Formalitäten klären.

Was war am Anfang für dich das Schwierigste am Leben in Deutschland? Und wie bist du damit umgegangen?

Das Schwierigste war anfangs die Sprachbarriere. Ich hatte Schwierigkeiten, den Vorlesungsinhalten zu folgen und soziale Kontakte aufzubauen. Ich hatte Angst, meine Kommilitonen anzusprechen. Das hätte ich einfach öfter üben müssen.

Durch meine ehrenamtliche Arbeit bin ich jetzt offener und kommunikativer geworden. Ich fühlte mich glücklich, anderen helfen zu können und bekam dadurch mehr Motivation, Deutsch zu sprechen. Im Umgang mit den Menschen sehe ich auch eine meiner Stärken.

Wie hast du deine Unterkunft gefunden? Hast du Tipps zur Wohnungssuche?

Ich habe mein jetziges Zimmer über das Internet gefunden. Ich hatte Glück, schon nach fünf Tagen eine Zusage vom Vermieter zu erhalten. Aber es kommt auch darauf an, wie viel du für die Miete bezahlen kannst. Die beste Wohnmöglichkeit für Studierende ist meiner Meinung nach das Studentenwohnheim. An der Hochschule hängen auch immer wieder Plakate mit Wohnangeboten aus.

Wie finanzierst du dein Studium und Leben in Deutschland?

Neben der Unterstützung durch meine Eltern arbeite ich in den Ferien in einem thailändischen Lokal und während des Semesters an zwei Tagen der Woche als Kinderbetreuung in Mainz.

Vervollständige: „Studieren in Deutschland ist für mich…“

... eine unvergessliche Erinnerung, mit der ich viele Gefühle wie Heimweh, Glück und Einsamkeit verbinde, aber auch viele internationale Freunde finden und schöne Erfahrung machen kann.

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