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Kamp-Lintfort: Kleinstadt-Feeling mit internationaler Atmosphäre

Wie sich Hochschulen und kleinere Städte ideal ergänzen, zeigt Kamp-Lintfort: Eine hochmoderne, internationale Hochschule in einer beschaulichen und bodenständigen Stadt. Für Studierende ist es der ideale Platz zum Lernen.

von: Sebastian Rothe

Mitten im Stadtzentrum liegt der Pappelsee, den viele Bewohner zum Entspannen nutzen © Sebastian Rothe
Mitten im Stadtzentrum liegt der Pappelsee, den viele Bewohner zum Entspannen nutzen . © Sebastian Rothe

Zahlen & Fakten

Einwohner:
37.300
Studierende:
7.200
Hochschulen:
1
Miete/Monat:
333 €
Tipp:
Erleuchte Kamp-Lintfort
Website:
www.kamp-lintfort.de

Willkommen in Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort liegt im Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und befindet sich nur einen „Katzensprung“ entfernt von den Niederlanden – um genau zu sein: Es sind weniger als 30 Kilometer. Die Kamp-Lintforter genießen ihre Ruhe abseits der großen Metropolen wie Düsseldorf, Duisburg und Essen.

Kamp-Lintfort ist keine Großstadt, doch die einzelnen Stadtteile liegen teilweise verstreut und weit auseinander. Zwischen den einzelnen Stadtteilen ist viel Platz für grüne Wiesen, Felder und Wald. Nördlich des Stadtzentrums befindet sich ein riesiges Waldgebiet, das zu langen Spaziergängen einlädt.

Entdeckungstouren lohnen sich auch in der Stadt: 100 Jahre lang war Kamp-Lintfort vom Bergbau geprägt und in dieser Zeit wurden nach und nach Siedlungen für die Arbeiter und ihre Familien gebaut. Die Friedrich-Heinrich-Siedlung zählt zu den Bekanntesten. Im Haus des Bergmanns kannst du erfahren, wie „Kumpel“ (so nennt man die Männer, die in einer Zeche arbeiten) mit ihrer Familie um das Jahr 1910 gelebt haben.

Das ehemalige Kloster Kamp © Sebastian Rothe
Das ehemalige Kloster Kamp . © Sebastian Rothe

Noch viel älter als die Zechensiedlungen ist das ehemalige Kloster Kamp am Stadtrand. Heute ist es ein Museum und zieht jedes Jahr viele Besucher an. Die kommen vor allem im Frühjahr und Sommer, wenn der barocke Terrassengarten blüht und mit seiner Schönheit strahlt.

Wenn du aufmerksam durch die Stadt läufst, kannst du beobachten, wie sie sich verändert. Neben den Zechensiedlungen aus verschiedenen Epochen gibt es auch Hochhauskomplexe aus den 1970er Jahren direkt neben Gebäuden moderner Architektur, wie zum Beispiel das Einkaufszentrum „EK3“.

Die Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort © Sebastian Rothe
Die Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort . © Sebastian Rothe

Diese moderne Strömung wird auch von der Hochschule Rhein-Waal getragen: Die futuristischen Gebäude wurden 2014 für die Studierenden und Professoren eröffnet. Viele Studierende kommen nach Kamp-Lintfort, weil die Hochschule sehr gut und modern ausgestattet ist und besondere Studiengänge anbietet, die es kaum an anderen Hochschulen gibt.

Leben in Kamp-Lintfort

Im Zentrum der Stadt wird dir die kompakte Größe der Stadt zum Vorteil: Wenn du im Studentenwohnheim wohnst, musst du nur eine kleine Brücke überqueren und bist schon auf dem Campus der Hochschule Rhein-Waal. Gehst du dann über die Straße und noch ein paar Schritte weiter, bist du im Stadtzentrum von Kamp-Lintfort.

Mein Tipp

Nahe dem Campus der Hochschule befindet sich das alte Schalthaus der Zeche. Die vielen Fenster der Anlage werden jeden Abend bunt beleuchtet. Im Internet kannst du bestimmen, wie die Fenster beleuchtet werden. Deiner Fantasie sind dafür keine Grenzen gesetzt.

Die Wohnheime für Studierende  © Sebastian Rothe
Die Wohnheime für Studierende . © Sebastian Rothe

Gehst du in die andere Richtung, erreichst du schnell den Pappelsee, der vielen Einwohnern einen Platz zum Entspannen bietet. Rund um den See führen mehrere Wege, die du zu Fuß oder mit dem Rad erkunden kannst. Im Sommer kannst du dich mit Freunden zum Picknick oder Sonnenbad treffen, nur Baden kannst du in dem See nicht.

Dafür hat die Stadt aber direkt neben dem See ein großes Freizeitbad gebaut: Das „Panorama-Bad“ bietet dir mehrere Becken – sowohl drinnen als auch draußen. Neben den Schwimm- und Sprungbecken gibt es auch ein Feld für Beachvolleyball und eine Tischtennisplatte.

Eignet sich das Wetter nicht zum Schwimmen, kannst du zum „Slotracing & Tabletop Center“ gehen und ein paar Runden auf der Modellrennbahn drehen. Dienstag- und donnerstagabends kannst auch selbst einen Rennwagen auf einer Carrera-Bahn steuern. Du wirst erstaunt sein, wie viele Erwachsene Spaß dabei haben, wieder ein Kind zu sein.

Nach den Anstrengungen solltest du dich stärken, zum Beispiel im „Rosins“. Hier werden sowohl Steak- und Fischliebhaber als auch Vegetarier und Veganer zufriedengestellt. Gute Spanische Küche und Atmosphäre wird im „Bodega-Sevilla“ geboten: Für den kleinen Hunger gibt es Tapas und wenn du mehr essen willst, kannst du zwischen verschiedenen Steaks auswählen.

Interview mit Noemi Bello aus Italien

Noemi Bello kommt aus Italien und studiert den Studiengang „Umwelt und Energie“ im Bachelor. Die 22-jährige lebt seit mehreren Monaten in Kamp-Lintfort.

Noemi aus Italien © Privat
Noemi aus Italien . © Privat

Warum hast du dir Kamp-Lintfort für deinen Aufenthalt in Deutschland ausgesucht?

Ich habe nach einem sehr speziellem Studiengang gesucht und ihn in Kamp-Lintfort gefunden: Environment und Energy im Bachelor. Ich wollte unbedingt etwas Anwendungsorientiertes studieren, das einen Fokus auf Nachhaltigkeit legt. Noch weiß ich nicht, was ich später machen will, aber ich weiß, dass es etwas mit der Umwelt zu tun haben soll, um die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Kinder zu ermöglichen.

Wie hast du dich für deinen Aufenthalt vorbereitet?

Nachdem ich eine Zusage für einen Studienplatz in Kamp-Lintfort erhalten habe, suchte ich nach einem Zimmer oder einer Wohnung. Außerdem habe ich ein Bankkonto eröffnet und mich für so viele Sprachkurse wie möglich angemeldet – natürlich auch für Deutsch.

Was hat dich überrascht, als du nach Deutschland gekommen bist?

Am meisten hat mich die Hochschule überrascht: Studierendenfreundlich, international, voll mit hochmoderner Technik und Ausstattung, neue Maschinen und Gebäude.

Wie hast du eine Unterkunft in Kamp-Lintfort gefunden?

Ich hatte mich auf ein Studentenzimmer im Wohnheim in Kamp-Lintfort beworben. Allerdings wurde dort erst nach einigen Wochen ein Zimmer frei. Also zog ich zum Semesterbeginn in ein Zimmer etwas außerhalb der Stadt und zog nach drei Monaten dann in das Studentenwohnheim ein.

Gibt es einen Platz in Kamp-Lintfort, der dir besonders gefällt?

Ich liebe es zum Kloster Kamp zu gehen – es ist ein ganz besonderer Ort, an dem ich Ruhe und Entspannung finde. Im Café kann man jeden Tag leckeren Kuchen essen.

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich gehe laufen und treibe Sport – am liebsten in den Wäldern und in der Landschaft rund um Kamp-Lintfort.

Welche Tipps kannst du Studierenden geben, die nach Kamp-Lintfort kommen wollen?

Die Stadt ist etwas ruhiger und kleiner als andere Städte, doch das ist meiner Meinung nach ideal für Studenten. Alles ist leicht zu erreichen, es gibt nicht viele Ablenkungen vom Studium, auch wenn das Studentenleben nicht zu kurz kommt. Große Städte wie Düsseldorf oder Köln sind leicht und schnell zu erreichen, zum Beispiel am Wochenende oder abends, wenn ich mit Freunden ausgehen will.

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