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Fulda: Lebendige Kleinstadt mit vielseitigem Campusleben und tollen Perspektiven

In Fulda gibt es Fachwerkhäuser, hübsche Cafés und Lokale mit Livemusik. Und oben auf dem Berg tobt das Studentenleben. Hier wird es dir nicht langweilig. Du kannst dich in einer Arbeitsgruppe an der Hochschule engagieren, für ein Praktikum nach Würzburg gehen oder bei einem Radiosender jobben.

von: Sophie Nagel

Fachwerkhäuser in der Nonnengasse © Nagel/DAAD
Fachwerkhäuser in der Nonnengasse . © Nagel/DAAD

Zahlen & Fakten

Einwohner:
64.000
Studierende:
7.200
Hochschulen:
2
Miete/Monat:
144 € - 427 €
Tipp:
Verabrede dich für einen gemütlichen Abend in der Altstadt!
Website:
www.fulda.de

Willkommen in Fulda

Fulda ist eine ruhige und sehr hübsche Stadt mit vielen Fachwerkhäusern. Die Stadt liegt nicht weit von Frankfurt und Würzburg entfernt. Die Stadt am gleichnamigen Fluss wird umgeben von den Mittelgebirgen Rhön und Vogelsberg.

Dom © Nagel/DAAD
Dom . © Nagel/DAAD

Die Nähe zum Rhein-Main-Gebiet kommt Fulda sehr zugute. Es gibt viele Menschen, die für ihre Arbeit nach Frankfurt oder Würzburg pendeln, denn der Bahnhof Fulda ist ein „Fernverkehrsbahnhof“, an dem auch die schnellen ICE-Züge halten. 

Auch in Fulda selbst gibt es viele Unternehmen. Ein wichtiger Arbeitgeber der Region ist das überregional bekannte produzierende Unternehmen „Fulda Reifen“. Außerdem ist Fulda der Hauptsitz des Lebensmittelhandelsunternehmens „tegut“.

Für Studierende ist das Forschungs- und Entwicklungsprojekt M-House im Bereich der Erwachsenenbildung interessant. Das Projekt wurde auch von der Hochschule Fulda mitbegründet. Hier gibt es für Studierende Möglichkeiten für Praktika innerhalb der EU, Nebenjobs und Abschlussarbeiten.

Suchst du einen Nebenjob oder berufliche Erfahrungen im Medienbereich, ist der Hessische Rundfunk ein idealer Arbeitgeber. In der Frankfurter Straße findest du außerdem das Regionalstudio des privaten Radiosenders Hit Radio FFH im Parzeller-Haus.

Schloss © Nagel/DAAD
Schloss . © Nagel/DAAD

Sehenswürdigkeiten der Innenstadt sind der Fuldaer Dom St. Salvator und das barocke Stadtschloss mit dem großen Schlosspark. Nicht weit vom Domplatz entfernt kannst du an der Kreuzung zur Kanalstraße den vierzehn Meter hohen Hexenturm entdecken. Dieser gehörte vor vielen hundert Jahren zur mittelalterlichen Stadtbefestigung von Fulda.

Auch das Kloster Frauenberg auf einem Hügel im Norden der Stadt lohnt den Besuch. Hier ließen sich schon im Jahre 1623 Franziskanerbrüder nieder. Heute ist das Kloster auch ein Gästehaus.

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Leben in Fulda

Die Wohnbörse und das International Office sind gute Anlaufstellen, wenn du ein Zimmer in Fulda suchst. Der Wohnungsmarkt ist sehr entspannt. Studierende können sich untereinander und auch die Professorinnen und Professoren sehr gut kennenlernen. Tandem-Sprachpartner helfen dir, Ängste in der Konversation abzubauen und sind gleichzeitig neugierig darauf, deine Muttersprache zu üben.

Mein Tipp

Verabrede dich im „Pura Vida“ in der Altstadt. Etwas abseits von den Haupteinkaufsstraßen könnt ihr hier einen gemütlichen Abend am Tapas-Buffet verbringen. Am Wochenende wird hier auch gerne Livemusik gespielt.

Der Campus der Hochschule abseits vom Zentrum gleicht einer Oase der Möglichkeiten: Gemeinsam essen, feiern, Festivals organisieren und Hobbys ausleben – das alles ist hier in einem familiären Rahmen möglich. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) beispielsweise bietet dir mit der "AG Strebergarten" die Möglichkeit, für eine Saison zum Gärtner zu werden. Auch eine Schreibwerkstatt bietet dir die Hochschule, um den Austausch über wissenschaftliches Schreiben unter Studierenden und Lehrenden anzuregen.

Universitätsplatz © Nagel/DAAD
Universitätsplatz . © Nagel/DAAD

Wenn du dich eher für Sport begeisterst, hast du dazu für wenig Geld beim Hochschulsport Gelegenheit. Akrobatik, Capoeira oder Functional Training kannst du hier in jedem Semester aufs Neue ausprobieren. Die Organisatoren suchen auch regelmäßig Übungsleiter – eine tolle Möglichkeit, wenn du Interesse an einem Nebenjob hast.

Film- und Grillabende verschönern im studentischen Café „Chaos“ deine Freizeit. Vorträge, veganes Essen, Treffpunkt: dieses Café musst du auf jeden Fall kennenlernen. In der Halle 8 auf dem Campus finden jede Woche Partys aller Fachbereiche und des AStAs statt.

Das Kulturzentrum Kreuz ist ein Treffpunkt des Fuldaer Nachtlebens außerhalb des Campus. Diese Einrichtung veranstaltet mittwochs legendäre Studentenpartys im Kulturkeller in der Innenstadt. Jeden Samstag kannst du dort den In-Club in Fulda, den *Neidclub erleben. Auf demselben Gelände präsentiert das Kulturzentrum zusammen mit der Filmbühne Fulda Mitte August auch ein Sommerkino im "Museumshof". Für ein leckeres Frühstück im Vintagestil bietet sich das "Café Glück" auf der Friedrichstraße an.

Interview mit Rachel aus den USA

Rachel Steinhaus ist 25 Jahre alt und studiert den Master Intercultural Communication and European Studies (ICEUS) an der Fachhochschule Fulda.

Rachel aus den USA © Nagel/DAAD
Rachel aus den USA . © Nagel/DAAD

Wieso hast du dich für ein Studium in Fulda entschieden?

Der Studiengang klang überzeugend. Die Möglichkeit, sowohl Kommunikation als auch politische Aspekte zu studieren, gibt es nicht überall. Zudem ist das Studium bilingual, was mir gefiel.

Wie hast du dich auf deinen Aufenthalt in Deutschland vorbereitet?

Ich hatte schon während meines Bachelorstudiums ein Auslandsemester in Deutschland gemacht, weshalb der Kulturschock nicht mehr so groß war. Ich habe dennoch ein wenig über Fulda  recherchiert und eben alles Bürokratische erledigt. In Baltimore (USA) habe ich auch einen deutschen Stammtisch gefunden, um die Sprache zu üben.

Wie finanzierst du dein Studium und Leben in Deutschland?

Ich finanziere mein Studium selbst. Nach dem Bachelorstudiengang habe ich ein Jahr gearbeitet und viel gespart, um meinen Master zu finanzieren.  Hier in Fulda habe ich aber auch noch zwei Nebenjobs - als Tutorin im International Office der Hochschule Fulda und als studentische Hilfskraft in der Bibliothek.

Was hat dich am meisten am Leben in Fulda überrascht?

Wie viele Leute ich in Fulda kennengelernt habe. Ich kann nur noch selten durch die Stadt gehen, ohne eine Bekannte auf der Straße zu treffen! Ich wusste vorher auch nicht, dass es so viele internationale Studierende in Fulda gibt. Über zehn Prozent aller Studierenden hier kommen aus dem Ausland.

Ausblick vom Kloster © Nagel/DAAD
Ausblick vom Kloster . © Nagel/DAAD

Dein Geheimtipp oderLieblingsplatz in Fulda?

„Wiesenmühle“ ist mein liebster Biergarten, weil es dort das beste Bier der Stadt gibt.

Warum ist Fulda ein guter Ort zum Studieren?

Obwohl es eine Kleinstadt ist, wird es hier nicht langweilig. Das Honky Tonk Festival, Holi Festival und die Hochschultage z.B. sind besondere Events in Fulda. Auch auf dem Campus ist viel los: Filmabende im Café „Chaos“, Partys in „Halle 8“, sowie verschiedene Veranstaltungen, die der Fachschaftsrat organisiert.

Wie komme ich am besten mit anderen Studierenden in Kontakt?

Es ist hier ein bisschen schwierig, mit Studierenden anderer Fachschaften Kontakte zu knüpfen. Du musst dir da etwas Mühe geben. Ich habe mich aber ziemlich viel engagiert - ich singe im Hochschulchor, arbeite in der Fachschaft mit und durch meine Nebenjobs habe ich vor allem die neu angekommenen internationalen Studierenden kennengelernt. Viele deutsche Studierende kommen allerdings aus der Umgebung von Fulda, weshalb es hier während der Ferien und an Feiertagen etwas leer sein kann. Ausflüge, die das International Office anbietet, sind nicht nur gut, um Deutschland näher kennenzulernen, sondern auch andere Studierende!