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Nebenjob: So kannst du neben dem Studium Geld verdienen

Es gibt viele Möglichkeiten, neben dem Studium Geld zu verdienen. Jobangebote findest du am „Schwarzen Brett“ oder auf der Website deiner Hochschule. Mit Deutschkenntnissen erhöhst du deine Chancen auf einen Nebenjob. Beachte die rechtlichen Bestimmungen, wie viel du arbeiten darfst.

von: Redaktion

Studierende am Zapfhahn © Wenzel/DAAD
Studierende am Zapfhahn . © Wenzel/DAAD

Eine ideale Ergänzung zu deinem Studium ist die Arbeit an den Instituten, in den Bibliotheken oder an anderen Einrichtungen der Hochschule. Ein Klassiker unter den Studentenjobs ist das Kellnern in Cafés oder Bars. Andere Studierende betreuen Gäste auf Messen, arbeiten als Auslieferungsfahrer oder Fahrradkuriere, gehen putzen, arbeiten im Copy-Shop oder als Babysitter. Deutschkenntnisse erhöhen deine Chancen auf einen Studentenjob erheblich.

Achte bei deiner Suche auch auf Aushänge an „Schwarzen Brettern“, das sind große Tafeln mit vielen Informationen, die es in der Hochschule, in Bibliotheken oder Supermärkten gibt. An vielen Hochschulen gibt es auch eine Jobvermittlung für Studierende. Ansprechpartner ist das Studentenwerk oder die Agentur für Arbeit in deiner Stadt.

Studierende am Kopierer © DAAD
Studierende am Kopierer . © DAAD

Wie viel du in deinem Nebenjob verdienst, hängt sehr stark von deinen Kenntnissen, der Region und der Branche ab, in der du arbeiten möchtest. In teuren Großstädten wie München, Hamburg oder Köln bekommst du mehr Geld, musst aber auch mehr für Miete oder Essen zahlen. Während du als Kassierer im Supermarkt oder bei einer Fastfood-Kette ungefähr sechs Euro bekommst, kannst du im Büro oder als Promoter bis zu zehn Euro pro Stunde verdienen. Egal, für welche Tätigkeit du dich entscheidest, es ist fast unmöglich, neben dem Studium deinen Lebensunterhalt vollständig durch einen Nebenjob zu finanzieren!

Rechtliche Bestimmungen

Es gibt rechtliche Bestimmungen dazu, wie viel du als internationaler Studierender arbeiten darfst. Je nach Herkunftsland sind die Regelungen unterschiedlich.

1. Du kommst aus einem der folgenden Länder

Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Norwegen, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich oder Zypern

►Dann darfst du ohne eine besondere Genehmigung so viel arbeiten, wie du möchtest. Allerdings gilt (genauso wie für deutsche Studierende), dass es im Semester nicht mehr als 20 Stunden pro Woche sein dürfen. Sonst musst du Beiträge zur Rentenversicherung bezahlen.

Studierender füllt Getränke auf © DAAD
Studierender füllt Getränke auf . © DAAD

2. Du kommst aus einem anderen Land

►Dann darfst du 120 volle oder 240 halbe Tage im Jahr arbeiten. Als studentische oder wissenschaftliche Hilfskraft ist es meist kein Problem, wenn du die 120-Tage-Grenze überschreitest. Du musst aber in jedem Fall die Ausländerbehörde informieren.

Die arbeitsrechtlichen Bestimmungen für internationale Studierende sind sehr streng. Wenn du dagegen verstößt, kannst du ausgewiesen werden.

Pflichtpraktikum

Wenn du während deines Studiums in den Semesterferien ein Praktikum absolvieren willst, zählt das als „normale“ Arbeit. Das gilt auch dann, wenn das Praktikum nicht bezahlt wird. Jeder Tag im Praktikum wird von deinem 120-Tage-Guthaben abgezogen. Es zählt aber nicht, wenn es als so genanntes „Pflichtpraktikum“ in deiner Studienordnung vorgeschrieben ist.