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Lebenshaltungskosten: Rund 850 Euro im Monat zum Leben

Deutschland ist im europäischen Vergleich nicht sehr teuer. Die Kosten für Lebensmittel, Wohnung, Kleidung und kulturelle Angebote liegen leicht über dem EU-Durchschnitt. Studierende in Deutschland geben im Monat durchschnittlich rund 850 Euro zum Leben aus. Der größte Anteil ist die Wohnungsmiete.

von: Redaktion (Stand: Mai 2019)

Internationale Studierende unterhalten sich auf Balkon  © DAAD/Jan Zappner
Internationale Studierende in der Freizeit . © DAAD/Jan Zappner

Mit folgenden Kosten musst du bei einem Studienaufenthalt in Deutschland rechnen:

Laut Statistiken geben Studierende in Deutschland durchschnittlich rund 850 € im Monat für Ihre Lebenhaltungskosten aus. Zwischen den großen deutschen Städten gibt es erhebliche Unterschiede bei den Preisen. Für Leben und Studium in München musst du viel mehr Geld einplanen als beispielsweise für deinen Aufenthalt in Leipzig. Generell gilt, dass du in kleineren Städten mit weniger Geld auskommst als in den Großstädten. Wie viel Geld du brauchst, hängt natürlich auch davon ab, wie sparsam du lebst.

Das bedeutet 850 € sind nur ein Richtwert - du kannst also auch mit weniger auskommen oder eventuell in sehr teuren Städten mehr benötigen.

Internationale Studierende in einer Wohngemeinschaft  © DAAD/Jan Zappner
Internationale Studierende in einer Wohngemeinschaft . © DAAD/Jan Zappner

Den größten Anteil der monatlichen Ausgaben macht die Wohnungsmiete aus. Allerdings ist das Mietniveau in den deutschen Städten sehr unterschiedlich. Studierende zahlen je nach Hochschulort pro Monat zwischen 290 und 560 Euro für eine Unterkunft. In einigen Großstädten wie Köln, München, Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt am Main sind die Mieten überdurchschnittlich hoch.

Die meisten Studierenden wohnen in  einem Studentenwohnheim oder in einer Wohngemeinschaft. Eine eigene Wohnung ist dagegen meist recht teuer. Zu Beginn solltest du auch die Kaution für das Zimmer oder die Wohnung einplanen. Die Höhe der Kaution ist sehr unterschiedlich. Meist musst du mehrere hundert Euro beim Vermieter hinterlegen. 

Semesterbeitrag

Alle Studierenden einer Hochschule müssen den Semesterbeitrag bezahlen. Die Höhe ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich, auch weil in diesem Beitrag verschiedene Leistungen enthalten sind. Durchschnittlich liegt der Beitrag bei etwa 250 Euro pro Semester.

Ein Teil des Semesterbeitrags sind die Sozialbeiträge/-gebühren. Damit werden beispielsweise Mensen, Studentenwohnheime oder Sportanlagen finanziert, aber auch Verwaltungskosten gedeckt. Der Sozialbeitrag kann bis zu 100 Euro betragen.

Studierende rechnet am Schreibtisch  © DAAD/Jan Zappner
Studierende rechnet . © DAAD/Jan Zappner

In einigen Bundesländern gibt es noch eine Verwaltungsgebühr: Sie liegt je nach Hochschule bei etwa 50 bis 75 Euro pro Semester.

An vielen Hochschulen sind im Semesterbeitrag auch die Kosten für ein Semesterticket enthalten. Damit kannst du ein halbes Jahr lang in der Umgebung deiner Hochschule kostenfrei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Je nach Ort und Reichweite des Tickets kann es von 25 Euro bis zu 200 Euro kosten und ist dann bereits im Semesterbeitrag enthalten. Manchmal musst du das Semesterticket aber auch zusätzlich zu dem Semesterbeitrag zahlen. Dann kannst du meist aber entscheiden, ob du dieses Ticket kaufen möchtest. Wenn du z. B. in der Nähe der Hochschule wohnst, brauchst du es meist nicht.

Studiengebühren

Staatliche Hochschulen verlangen für Bachelorstudiengänge sowie für viele Masterstudiengänge in der Regel keine Studiengebühren. In einigen wenigen Bundesländern gibt es jedoch Gebühren für ein Zweitstudium oder ein Langzeitstudium.

Eine Ausnahme gibt es: Seit dem Wintersemester 2017/18 erhebt das  Bundesland Baden-Württemberg Studiengebühren für Nicht-EU-Bürger in Höhe von 1.500 € pro Semester für das Studium (Bachelor, Master, Diplom, Staatsexamen). Promovierende sind von den Gebühren nicht betroffen.  Studierende, die ihr Studium in Baden-Württemberg bereits aufgenommen, aber zum WS 2017/18 noch nicht abgeschlossen haben, zahlen bis zum Studienabschluss keine Studiengebühren.

Für einzelne Masterprogramme und Online-Studiengänge müssen hingegen Studiengebühren bezahlt werden, die manchmal sehr hoch sein können. In wenigen Ausnahmefällen können das sogar mehr als 10.000 Euro pro Semester sein. Private Hochschulen verlangen zumeist sehr hohe Studiengebühren.

Die Höhe der Studiengebühren sagt in Deutschland nichts über die Qualität der Ausbildung aus. Auch die kostenfreien Studiengänge haben eine sehr gute Qualität.

Krankenversicherung

Falls der Versicherungsschutz, den du in deinem Heimatland hast, nicht in Deutschland gültig ist, musst du dich hier versichern. In einer gesetzlichen Krankenkasse kostet das rund 80 Euro pro Monat, wenn du nicht älter als 30 Jahre alt bist oder das 14. Fachsemester noch nicht beendet hast. Danach steigt der Mitgliedsbeitrag auf mindestens 160 Euro pro Monat.

Durchschnitt
Monatliche durchschnittliche Ausgaben Studierender
Miete plus Nebenkosten 323,00 €
Lebensmittel und Essen 168,00 €
Kleidung 42,00 €
Arbeitsmaterialien/Lernmittel 20,00 €
Fahrtkosten (Auto und öffentliche Verkehrsmittel) 94,00 €
Krankenversicherung, Arztkosten, Medikamente 80,00 €
Telefon, Internet, Fernsehen 31,00 €
Freizeit, Kultur, Sport 61,00 €
Gesamt 819,00 €

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