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Neues Semester, neues Glück

23/10/2015 - 10:17-1 Comment by | georgia flag

Nach einer relativ langen Pause bin ich wieder zurück und freue mich darauf neue Blog-Beiträge für euch zu schreiben. Nach den Ferien bin ich wieder aktiv zurück ins Uni-Leben zurückgekehrt und mit meinen Freunden zum Semesteranfang einen georgischen Begrüßungsabend organisiert. Seit fast zwei Jahren sind wir in der georgischen Hochschulgruppe „Aisi“ an der Universität zu Köln aktiv. Die Hochschulgruppe haben wir selbst mit Hilfe von International Office der Universität gegründet. Dank des einzigartigen Konzepts der Universität haben die internationalen Hochschulgruppen an der Universität eine einmalige Möglichkeit sich zu entfalten und zu präsentieren. Da es bereits viele internationalen Hochschulgruppen gibt, wurde ein Dachverband – ISAC (International Students Association Cologne) aller Hochschulgruppen ins Leben gerufen. Die Aufgabe von ISAC ist es die internationalen Hochschulgruppen zu unterstützen, sowie Initiativen zu starten, die auf die Bedürfnisse internationaler Studierender allgemein eingehen. Somit haben wir – ausländische Studierende an der Uni Köln eine gute Stütze, auf die wir uns immer verlassen können. Am Beispiel der georgischen Hochschulgruppe kann ich nur sagen, dass wir ständig die Unterstützung sowohl von International Office, als auch von AStA und Aref (Ausländerreferat) bekommen und ohne deren Hilfe gar nichts möglich wäre.

UnbenanntdddEs gibt bestimmt an euren Universitäten all diese Institutionen, wenn nicht so ein Konzept wie an der Universität zu Köln. Aber das wichtigste ist es, dass Ihr von der Existenz und Zuständigkeitsbereiche einzelner Institutionen informiert seid. Ihr seid auf keinen Fall allein und es gibt immer Ansprechpartner, die euch bei euren Problemen helfen werden. Einen Ausweg kann man immer finden, solange man einen sucht.

Begrüßungsabend von Aisi ist heute sehr schön geworden. Wir haben unseren internationalen und georgischen Gästen unsere Hochschulgruppe, sowie Georgien vorgestellt. Dann hatten sie die Möglichkeit einige Fragen über Georgien zu beantworten und kleine Preise, wie z.B. Trinkhorn aus Georgien oder ein kleines Bild von der Hauptstadt Tbilisi zu gewinnen. Die multikulturelle Vielfalt ist eines der wichtigsten Gründe, warum Deutschland u.a. auch als Studienort sehr mag, weil dadurch eine authentische Vielfalt entsteht, die viele Bereiche des (Studenten) Lebens prägt.  -B3VTpPrurAjTCds4fdkfhFyH9IlTZMDd037xHgxTZY,JFNIBkhHK8K95F0XaxTvITW3kBuxPnV-Vwdh9Jr67lUUnsere Hochschulgruppe ist dementsprechend auch sehr offen. Wir versuchen durch unsere Projekte den deutschen und ausländischen Studierenden einen Teil von uns – unser Land Georgien und unsere Kultur näher zu bringen. Wir sind eine Art Botschafter/innen die zwischen den Kulturkreisen als Brücken liegen und dadurch für eine tolerante und offene Welt einen kleinen Beitrag leisten. Deshalb ist es uns wichtig, dass unser Freund –  ein junger, georgischer Musiker Beka Peradze Stücke vom berühmten georgischen Komponisten Gia Kancheli am Flügel vorspielt und am Ende der Veranstaltung  alle noch die Möglichkeit haben typische georgischen Spezialitäten (die unheimlich lecker sind) zu probieren. Es waren dabei Studierende aus sehr vielen Ländern – wie Kolumbien, Ukraine, China, Bulgarien, Russland und selbstverständlich Deutsche. Am Ende ist daraus ein gelungener Abend geworden und der georgische Rotwein hat ihn noch schöner gemacht 🙂
Bis zur nächsten Woche!

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Tags: German Blog Post, Student Life

Comments

1 Comment

    Gerade habe ich mit großem Interesse und echter Freude die Blog-Einträge von Mikheil Sarjveladze gelesen. Wie aufschlussreich und bereichernd für mich, mit den Erfahrungen und Empfindungen eines ausländischen, hier: georgischen Studierenden/Promovenden über so unterschiedliche Eindrücke in Deutschland bekannt gemacht zu werden.
    Den Schilderungen Norddeutschlands kann ich nur zustimmen. Die alte Hansestadt Lübeck verfügt außer den genannten Sehenswürdigkeiten auch über das bekannteste Marzipan Deutschlands. Ausflüge nach Schwerin und Wismar in Mecklenburg-Vorpommern lohnen sich sehr. Noch weiter ostwärts, immer an der Ostsee entlang, wird man Stralsund entdecken können und auch auf die größte Insel Deutschlands, Rügen, über den Damm gelangen. Die berühmten Kreidefelsen, die frische Luft, ein Ausflug mit dem Schiff auf die autofreie Insel Hiddensee – alles mehr als lohnenswert. Als Betreuer internationaler Studierender habe ich schon mehrere Exkursionen nach Norddeutschland unternommen – und die Begeisterung der Teilnehmer/-innen war anschließend immer sehr groß.
    Der magische Ort der Bibliothek – man kann sich also auch in einem solchen, in die Jahre gekommenen Gebäude, fast heimisch fühlen, wie Mikheil beschreibt. Ich habe diese Bibliothek in den 70er Jahren noch als recht modernes Haus der Bücher kennengelernt. Die Einflüsse der vielen Jahre haben an diesem Gebäude genagt, ihre Spuren hinterlassen. Der Sicht-Beton – damals hochmoderner Baustil (man vergleiche das benachbarte Hörsaalgebäude aus der gleichen Zeit) – hat die damalige Klarheit und Schönheit verloren, der Beton bröckelt ab, die rostigen Stahlkorsette werden sichtbar, die Gebäude müssen mühsam renoviert oder instand gesetzt werden. Und dennoch werden auch sie ins studentische Leben integriert, wie Mikheil so anschaulich beschreibt.
    Der Eintrag über die internationalen Hochschulgruppen zeigt in der Tat anschaulich, wie gut ausländische Studierende über die verschiedenen regionalen (wie Subsahara-Afrika, Latein- und Nordamerika, Südostasien, die arabische Welt) und nationalen (wie China, Iran, Korea, Bulgarien) Gruppen miteinander verbunden sind und kooperieren. Die georgische Gruppe “Aisi” ist sehr aktiv, und ihre Veranstaltungen werden von vielen anderen Studierenden – ausländischen wie deutschen – gern besucht, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Wie lustig charakterisierten sich die georgischen Studierenden bei ersten gemeinsamen Diskussionen, denn zu wenige würden Georgien kennen. “Ach so, Georgia!” – eine Standard-Reaktion. Gemeint war damit der us-amerikanische Bundesstaat und nicht das kleine, aber feine im Südkaukasus gelegene Georgien. “Aisi” trägt dazu bei, dass dieses Land und seine Menschen Farbe bekommen und sehr sichtbar werden. Und die georgischen Studierenden arbeiten schon eng zusammen mit den Kommiliton/-innen der neuen aserbaidschanischen Gruppe KASPI und wünschen sich darüberhinaus sehr, dass auch noch eine armenische Gruppe gegründet wird: Das wäre – jenseits aller gegenwärtigen politischen Probleme – ein hoffnungsvolles Zeichen, dass Menschen der drei Südkaukasus-Staaten (mit ihren unterschiedlichen großen kulturellen und historischen Hintergründen) miteinander befreundet sein können, sobald man die politisch implementierten gegenseitigen Vorurteile über Bord wirft und eben die menschliche Persönlichkeit ins Zentrum des Interesses stellt. Das hat die georgische Gruppe sich zum Ziel gesetzt. Bewundernswert.
    Ich freue mich auf den nächsten Blog von Mikheil!

    Comment by Karl-Heinz Korn created 23/10/2015 - 21:45

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