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Integrieren statt ausgrenzen

24/04/2015 - 09:42-0 Comments by | georgia flag

Wir ausländische Studierende haben oft Probleme mit der Integration. Vor allem sollte das nicht schwer an der Universität sein, wo die meisten jungen Menschen studieren und beim Kontakte-Knüpfen unkompliziert sind. Aber immer wieder höre ich davon oder erlebe ich es selbst. Der ganze Beitrag mag sehr allgemein geschrieben sein, aber das Problem werden viele ausländische Studierende erkennen. Auch sehr allgemein, aber ab und zu hatte ich in meinen Studienjahren (Vor allem am Bachelor) in Deutschland das Gefühl, dass einige deutsche Studienkollegen unbewusst Angst vor fremden Kulturen hatten, die dann ihren Umgang mit den ausländischen Studierenden in der Hinsicht prägten, dass sie immer auf bestimmter Distanz geblieben sind. Dies war oft zu offensichtlich, wobei ich auch sicher bin, dass sie es nicht absichtlich gemacht haben. Andererseits liegt das Problem auch an uns, an den ausländischen Studierenden. Wenn wir nach Deutschland kommen, unser Zuhause, unsere Freunde vermissen, versuchen wir uns mit den Leuten aus unserer Ländern abzuhängen und so separieren wir uns von dem Rest der Welt. Dabei genau dies als Einseitigkeit ist der größte Fehler meiner Meinung nach. Abgesehen von kulturellen Unterschiede, sollte man mutiger, weltoffener sein. Auch wenn die deutschen Kommilitonen auf den ersten Blick distanziert wirken, lohnt es sich immer wieder auf sie zuzugehen. Das klingt zu dramatisch, aber irgendwann fängt das Eis zu schmelzen.

Außer Vorlesungen oder Seminare gibt es tausende von Möglichkeiten nicht nur im Kreis der Landsleute sich um den Kreis zu drehen, sondern neue Menschen kennenzulernen und Freundschaften zu knüpfen. Was ich empfehlen kann ist das Engagement in einer studentischen Gruppe oder Initiative, Besuch der Sport-, und Tanzkurse. Regelmäßige Teilnahme an den von der Universität organisierten Ausflügen oder Studentenpartys. So lernt man am einfachsten andere Leute kennen und integriert sich. Es ist sehr wichtig eigene Kultur, Traditionen beizubehalten und zu pflegen, aber an meinem persönlichen Beispiel kann ich nur sagen, dass ich nicht nach Deutschland gekommen bin, um hier hauptsächlich Georgisch zu sprechen und so zu leben, als sei ich immer noch in Georgien. Ich kam nach Deutschland um die deutsche Sprache zu erlernen, zu studieren, um die für mich unbekannte Welt zu entdecken und neue Menschen kennenzulernen. Ohne zu versuchen, zu integrieren, wäre es unmöglich diese konkreten Ziele zu erreichen. Und dabei ist meiner Meinung nach dieser Weg der richtige Weg, um dein eigenes Land, deine eigene Kultur mit einer ganz neuen Brille und Perspektive zu sehen.

 

Tags: German Blog Post, Society & Culture

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