Die Stusta: Das größte Wohnheim Deutschlands
14 Gebäude formieren sich in der bayrischen Landeshauptstadt München zum größten Wohnheim Deutschlands: der Studentenstadt. Cafés, Studentenclubs und ein Mal im Jahr ein riesen Kulturspektakel lassen keinen Platz für Langeweile.
Haltestelle "Stusta", Bild: Steuer/DAAD
Es ist eine Stadt in der bayerischen Landeshauptstadt, die sich da im Norden auf 88 000 Quadratmetern ausbreitet. Architektonisch ein Zeitzeugnis der betonlastigen 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, beherben die 14 Gebäude der „Altstadt“ und „Neustadt“ einen Querschnitt aller Kontinente. 2 500 der über 90 000 Studierenden in Deutschlands teuerster Stadt haben hier Unterschlupf gefunden.
HSH, StuStaculum und MKH
Blick auf Teile der Studentenstadt, Bild: Steuer/DAAD
Die beiden umtriebigen Studierenden gehören seit drei bzw. vier Semestern zum aktiven Kern, der die Selbstverwaltung des XXL-Wohnheims am Laufen hält. Beide waren im Vorstand des Vereins „Kulturleben in der Stusta e.V.“ und haben bei der Organisation des „StuStaculum“ mitgemischt, dem größten studentischen Kulturspektakel Europa.
Mittlerweile beschränken sie sich auf ihre Rolle als Tutoren, organisieren Filmabende und Ausflüge und geben gern auch mal den Nikolaus: „Am 6. Dezember stellen wir jedem ein Päckchen vor die Tür.“
In den Genuss derart süßer Überraschung kommt Anastasia Tsibakova als Bewohnerin des Max-Kade-Haus (MKH) nicht. Trotzdem gefällt ihr das Leben in diesem Mikrokosmos unweit des Englischen Gartens. „Die Miete ist günstig und die Nähe zur Natur finde ich toll, weil ich gern spazieren gehe“, erzählt die 25-jährige Russin. Doch nicht nur Büsche und Bäume in üppigen Zahlen wachsen praktisch direkt vorm Wohnheimfenster.
Raum zur Selbstverwirklichung
Karolina Albrecht und Jaime Rojas, Bild: Steuer/DAAD
Mut zur Lücke
Bunte Briefkästen, Bild: Steuer/DAAD
Wer lieber bei einem gepflegten Bierchen Höhenluft schnuppern will, muss dem HSH fast aufs Dach steigen, um in Münchens höchstem Biergarten im 19. Stock zu relaxen. Bei guter Sicht kann man von hier nicht nur das „Schlauchboot“ (Allianz Arena) und den als „Tatzelwurm“ geneckten, unfertigen Zubringer zur A 9 im Norden sehen, sondern mit etwas Glück sogar die Zugspitze im Süden.
Tipp: Über die Website des Münchner Studentenwerks können sich Studierende für ein Zimmer in der StuSta oder eines der anderen 20 Wohnheime bewerben. Eine Lotterie bei der Wohnheimplätze verlost werden, gibt es am Wohnheimtag.


















