Alltagssorgen, Bibliothek und Campusleben
Du bist neu an der Uni und alles ist dir fremd. Wir möchten dir mit unserem ABC zum Studium den Start erleichtern und dir die wichtigsten Begriffe erklären, die dir an einer deutschen Hochschule begegnen werden:
Anwesenheitspflicht, Bibliothek, c.t. - s.t., Deutsch lernen, Engagement, Formblätter, Gruppenarbeit, Hilfswissenschaftler, International Office, Job, Kommilitonen, Literatur, Mensa, N.N., OPAC, Psychosoziale Beratung, Quatschen, Rückmeldung, Semesterticket, Tutoren, Universitätsrechenzentrum, Vorlesungsfreie Zeit, Wissenschaftliches Arbeiten, X, Yoga, Zimmersuche
Anwesenheitspflicht, Bild: Fabian Köhler
Wie Hausarbeitsfristen und Klausurtermine gehört die Anwesenheitspflicht bei Seminaren und Vorlesungen zu den nervigen Seiten des Studienlebens. Je nach Strenge deines Professor reicht oft schon einmaliges unentschuldigtes oder zweimaliges entschuldigtes Fehlen pro Semester, um zur Klausur am Semesterende nicht zugelassen zu werden.
Tipp: Wenn du dein Seminar nun doch schon zum dritten Mal verpasst hast, spreche deinen Prof ruhig einmal an. Oft drückt er noch einmal ein Auge zu.
Bibliothek, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Für Leute, die auf Nummer sicher gehen wollen, bieten viele Bibliotheken Reservierungen kleiner Abteile an inklusive W-Lan, Schreibtisch und Sitzplatzgarantie.
Wann beginnt die Vorlesung?, Bild: Fabian Köhler
Du bist auf die Minute pünktlich und trotzdem ist keiner außer dir da? Das kann daran liegen, dass in vielen Universitäten die Uhren anders gehen und aus 10.00 Uhr schnell mal 10.15 Uhr wird. Die Verwirrung um c.t. ("cum tempore" bedeutet, die Veranstaltung beginnt 15 Minuten später als angegeben) und s.t. ("sine tempore" bedeutet, die Veranstaltung beginnt wie angeben) lässt besonders Studierende in Deutschland verzweifeln. Während andernorts die Zeitangaben einheitlich geregelt sind, entscheidet in Deutschland jede Universität, oft sogar jedes Institut, selbst und lässt manchmal auch noch die lateinischen Kürzel weg.
Tipp: Wenn du dir unsicher bist, besser früher kommen. So bleibt auch noch Zeit für einen Kaffee oder die Wiederholung der letzten Deutsch-Vokabeln.
Deutsch lernen, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Such dir an deiner Uni einen Tandempartner oder einen Tutor, der dir beim Deutsch lernen hilft. Das macht Spaß und du triffst auch noch neue Leute.
Erasmus Studierende, Bild: Fabian Köhler
An vielen Unis bieten dir zahlreiche Hochschulgruppen, wie Erasmus Alumni, Amnesty International oder Hochschulmedien die Möglichkeit, dich politisch, kulturell, sozial oder ökologisch zu engagieren. Die Gruppen treffen sich meistens wöchentlich, sind offen für jeden und machen sich nebenbei auch ganz gut als Eintrag im Lebenslauf.
Tipp: Trau dich und schau bei verschiedenen Gruppen als Gast vorbei. So findest du heraus, welche Gruppe zu dir passt und lernst nebenbei jede Menge neue Leute kennen.
Formblätter, Bild: Fabian Köhler
Die deutsche Gründlichkeit macht auch vor der universitären Bürokratie nicht halt. Von Asta-Wahl bis Zwischenprüfung gibt es an deutschen Universitäten für so ziemlich alles das passende Formblatt. Der Vorteil: Einmal ausgefüllt, bist du auf jeden Fall auch rechtlich auf der sicheren Seite. Der Nachteil: Die vielen Klauseln im Bürokratendeutsch machen selbst Muttersprachlern Probleme.
Tipp: Frag bei Problemen lieber persönlich nach und hol dir bei der Ansprechperson ein paar Tipps, worauf du beim Ausfüllen achten musst.
Gruppenarbeit, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Wenn du etwas nicht verstehst oder Fragen hast, trau dich und bitte die anderen Mitglieder deiner Gruppe um Hilfe. Umso schneller seid ihr mit eurer Arbeit fertig.
H wie Hiwis (Hilfswissenschaftler)
Hilfswissenschaftler an der Uni, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Die richtigen Kontakte sind alles bei der Suche nach einer Hiwi-Stelle. Achte darauf, wer von deinen Kommilitonen wo arbeitet oder frag einfach mal deinen Lieblingsdozenten (am besten, nachdem er dich gerade für dein Referat gelobt hat).
International Office, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Hab keine Angst, das International Office zu besuchen. Die Mitarbeiter helfen dir gern weiter und wissen alles zu deiner Uni, was wichtig für dich ist.
Jobangebote, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Nicht nur in der Uni gibt es Aushänge mit Stellenangeboten. Viele Geschäfte kleben die bunten A4-Zettel direkt an ihre Eingangstür. Also Augen auf beim nächsten Stadtbummel!
Kommilitonen, Bild: Fabian Köhler
Tipp: In jeder Unistadt gibt es mindestens einen Studentenclub, wo sich die meisten Studierenden deiner Hochschule treffen und Party machen.
Bibliothek Fachbuecher
Tipp: Den größten Bücherbestand ganz in deiner Nähe bietet natürlich deine Universitätsbibliothek – und das komplett kostenlos. Schau also immer erst dort nach.
Mensaessen, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Wenn du dein Lieblingsgericht nicht verpassen willst, schau auf die Website oder in das Info-Magazin deines Studentenwerks. Dort findest du eine Übersicht, in welcher Mensa es wann was gibt.
Freie Stellen, Bild: Ausserhofer/Himsel/DAAD
Tipp: Lass dich von "N. N." nicht irritieren und warte ab, was dir deine Professoren zu Beginn des Semesters mitteilen. Besonders bei Blockveranstaltungen ist N. N. normal, denn dafür werden oft Gast-Dozenten verpflichtet.
O wie Online Public Access Catalogue (OPAC)
Opac, Bild: Fabian Köhler
Was einst riesige Zettelkästen waren, ist heute der Onlinekatalog deiner Universitätsbibliothek. Das Gute daran: Selbst wenn du den kompletten Titel oder den Autor eine Buches nicht weißt, wirst du es trotzdem finden. So kannst du direkt von Zuhause aus prüfen, ob dein Buch überhaupt erhältlich ist.
Tipp: Die meisten Bibliotheken bieten über das OPAC Fernleihe an. Das bedeutet, du kannst dir Bücher aus ganz Deutschland zur nächstgelegenen Bibliothek schicken lassen.
Psychosoziale Beratung, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Scheue dich nicht, auch bei „kleineren“ Problemen, wie Prüfungsangst oder Schreibblockaden bei der Beratungsstelle vorbei zu schauen. Auch dafür sind sie da.
Quatschen, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Wenn du schon unbedingt quatschen, also reden, willst, leiste doch einen geistreichen Beitrag zum Unterricht.
Rückmeldung, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Wer wie der Autor erst am letztmöglichen Tag an die Rückmeldung denkt, kann an vielen Universitäten den Semesterbeitrag auch noch schnell bar oder per EC-Karte bezahlen.
Semesterticket, Bild: Fabian Köhler
Das Semesterticket ermöglicht dir an vielen Universitäten Straßenbahn, Bus und Zug kostenlos zu benutzen. Der Preis hierfür ist bereits in deinen Semestergebühren enthalten. Als Ticket gilt in der Regel dein Studentenausweis.
Tipp: Erkundige dich genau, ob es ein Semesterticket an deiner Uni gibt und wie weit du damit fahren kannst. An den Unis in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel kannst du damit kostenlos durch das ganze Bundesland reisen.
Tutor, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Informiere dich beim International Office oder Akademischen Auslandsamt deiner Uni, welche Tutorenprogramme angeboten werden und wo du dich dafür anmelden kannst!
U wie Universitätsrechenzentrum (URZ)
Rechenzentrum, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Ein Besuch lohnt sich auch, wenn du auf der Suche nach Grafik-, Video- oder Datenverarbeitungsprogrammen bist, die du dir privat nicht leisten könntest.
Vorlesungsfreie Zeit, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Die vorlesungsfreie Zeit ist schneller vorbei als du denkst, deshalb plane im voraus was du wann tun willst oder musst. Dann bleibt vielleicht doch noch Zeit für einen Urlaub.
W wie Wissenschaftliches Arbeiten
Wissenschaftliches Arbeiten, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Falls du Probleme mit einer Hausarbeit hast, erkundige dich, ob es an deiner Uni Tutorien oder Schreib-Workshops gibt.
Wählen gehen, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Oft bieten die Hochschulmedien einen Leitfaden durch das Wahl-Wirrwarr und eine Übersicht, welcher Kandidat welche Positionen vertritt.
Yoga, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Da kaum etwas so begehrt ist, wie die Sportkurse an deiner Uni, informier dich besser rechtzeitig, wann und wo du dich anmelden kannst.
Zimmersuche, Bild: Fabian Köhler
Tipp: Fang früh genug an zu suchen, denn die Zimmersuche braucht Zeit. Eine Zusage für einen Studienplatz ist keine Garantie für ein Zimmer im Wohnheim.


















