Mit einem Stipendium das Studium finanzieren

Je nachdem aus welchem Land du kommst und welches Fach du in Deutschland studieren möchtest, stehen dir verschiedene Möglichkeiten der Förderung zur Verfügung. Stipendien werden von unterschiedlichen Institutionen vergeben.

Stipendium für Deutschland, Bild: DAADDie umfangreiche Stipendiendatenbank des DAAD  für ausländische Studierende, Graduierte und Wissenschaftler bietet Interessenten vielfältige Angebote und Informationen, um sich um eine Unterstützung für ein Studium, eine Forschungsarbeit oder einen Lehraufenthalt in Deutschland zu bewerben. In ihr werden nicht nur all die Stipendien aufgeführt, die der DAAD selbst vergibt, sondern ebenso Programme vorgestellt, die von unterschiedlichsten Institutionen angeboten werden.

Arten der Förderung

Bei der Stipendienvergabe wird meist zwischen einer finanziellen und einer ideellen Förderung unterschieden:

Info: Studiengebühren in Deutschland

Uni Icon, Graphik: Sawall/DAADPro Semester musst du in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen bis zu 500 Euro Studiengebühren zahlen. In den restlichen elf Bundesländern gibt nur deutschlandweit übliche Semesterbeiträge, die unterschiedlich hoch sind, aber keine Studiengebühren.

Bei der finanziellen Förderung handelt es sich um einen im Vorfeld festgelegten Geldbetrag, der über einen fest definierten Zeitraum monatlich an die Stipendiaten ausgezahlt wird. Meist handelt es sich dabei um sogenannte Vollförderungen. Das heißt, dass der Bewerber mit der Unterstützung in der Regel seinen gesamten Lebensbedarf decken kann. Hin und wieder handelt es sich aber auch um Teilunterstützungen, so dass Stipendiaten noch andere finanzielle Quellen benötigen, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Bei Vollförderungen wird der Bezug mehrerer parallel laufender Stipendien meist untersagt.

Neben der finanziellen Förderung bieten viele Institutionen gleichzeitig noch eine ideelle Förderung an. Stipendiaten werden zu Workshops und Vorträgen eingeladen, werden mit anderen Stipendiaten auf Treffen vernetzt, während denen auch ein wissenschaftlicher Austausch stattfindet. In der Regel wird ein enger Kontakt, auch über die Förderung hinaus, zwischen Stipendiat und Institution gewünscht.
Beachte: Es besteht kein genereller Anspruch auf ein Stipendium und die Auswahlverfahren sind sehr streng.

Die Institutionen

Die Stipendien vergebenen Institutionen können grob in sechs Gruppen unterteilt werden:

1. Parteinahe Stiftungen:  Sie stehen den im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien sehr nahe und verlangen von Bewerbern eine ähnliche Einstellung in gesellschaftspolitischen Ansichten, die sich meist schon in gesellschaftlichem Engagement ausgedrückt haben sollte.

2. Unternehmensnahe Stiftungen: Hierbei werden Stipendiaten entweder nach bestimmten Fächergruppen, Forschungsschwerpunkten, sozialen Einstellungen oder rein nach Leistung ausgesucht, ganz nach dem Vorbild des jeweiligen Stiftungsgründers.

3. Bundesländer: Sie vergeben nach wirtschaftlichen und leistungsorientierten Gesichtspunkten Stipendien. Bewerbungen sind hier an die Universitäten des jeweiligen Landes zu richten. Dazu muss jedoch in der Regel eine Zulassung zum Studium oder zur Promotion vorhanden sein.

4. Soziale Einrichtungen: Neben Leistungsnachweisen spielt hier die Bedürftigkeit oft eine entscheidende Rolle bei der Vergabe von Stipendien z.B. durch die großen deutschen Kirchen. Ebenfalls sollten Bewerber die Absicht haben, in Deutschland erworbenes Wissen später im eigenen Heimatland dem Gemeinwohl zur Verfügung zu stellen.

5. Forschungsinstitutionen: Sie vergeben Stipendien nach rein wissenschaftlichen Gesichtspunkten z.B. die Deutsche Forschungsgemeinschaft  und die Alexander von Humboldt-Stiftung

6. Studentische Organisationen: Sie werden meist ehrenamtlich von Studierenden für Studierende geführt.  Sie organisieren Aufenthalte in vielfältiger Weise, die Förderer suchen und so vielen Studierenden einen Aufenthalt in Deutschland ermöglichen.

Finde ein passendes Stipendium in der DAAD-Stipendiendatenbank!

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