"Making of" Student Life
Zusammen mit einem Filmteam der Hochschule Mittweida wurde das Filmprojekt "Student Life! - Drei Minuten Alltag" umgesetzt. In zehn Filmen soll es dir einen Eindruck vom Leben in Deutschland geben. Study-in.de blickt hinter die Kulissen und spricht mit Hauptdarsteller "Max".
von Maria Horschig
Max beantwortet alle Fragen, Bild: Maria Horschig
36 Quadratmeter grüner Stoff, fünf Scheinwerfer und eine Kamera verwandeln eine Garage mitten in Sachsen zum Drehort eines Musikvideos. Es ist einer von zehn Filmen, die für das Projekt „Student life! – Drei Minuten Alltag!“ entstehen. Max heißt eigentlich Constantin und ist der Hauptdarsteller bei „Student life!". Zusammen mit drei jungen Studierenden aus Deutschland, der Ukraine und Vietnam steht er heute vor der Kamera und stellt kleine alltägliche Szenen dar. Ziel dieses Videos ist es, ausländischen Studierenden die wichtigsten Vokabeln der deutschen Sprache zu vermitteln.
Während des Drehs bereiten der Crew vorbeifahrende Fahrzeuge Probleme. Es muss mucksmäuschenstill sein, da jedes Hintergrundgeräusch die Aufnahme stört. Gegen Ende der Mittagspause wird der Krach von der Straße lauter. Zu laut. Die Straßenmeisterei malt mit Hilfe einer lärmenden Maschine Mittelstreifen auf die Straße und ist gerade vor dem Grundstück. Nach 15 Minuten Zwangspause geht es weiter.
Weitere Male unterbricht Fahrzeuglärm den Dreh am Nachmittag. Immer wieder heißt es „Noch einmal bitte“, bis die Szene einwandfrei ist. „Ich muss mich sehr konzentrieren, weil es anstrengend ist, die Sätze immer wieder zu sagen“, erzählt die Vietnamesin Phoung, die in Berlin Betriebswirtschaft studiert. Es müsse immer die gleiche Tonlage sein, damit man hinterher im Clip nicht sieht, dass die Aufnahme zwischendurch unterbrochen wurde.
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Aus grün wird bunt
Der grüne Hintergrund dient als „Green Screen“, auf dem in der Nachbearbeitung animierte Zeichnungen eingefügt werden. „Damit lassen sich auch einfacher Korrekturen durchführen“, erklärt Alexander Fabich, der für die Postproduktion zuständig ist. In einer Szene steht Phoung am unteren Rand des Bildes, wodurch ein Stück ihres Schattens fehlt. In der Nachbearbeitung wird sie aber im Bild nach weiter hinten versetzt, wo der unvollständige Schatten auffallen würde. Nun steht die Crew vor der Frage: Scheinwerferlicht ändern oder in der Postproduktion retuschieren? So oder so wird die Nachbearbeitung zwischen sieben und zwölf Stunden an insgesamt fünf Tagen in Anspruch nehmen.
„Das wird toll“, ist sich Constantin sicher. Er sieht in dem kurzen Musikvideo einen großen Nutzen für die Zuschauer: „Ich finde die Idee einfach total gut. Sie hören, wie die Wörter tatsächlich ausgesprochen werden und können es gleich verstehen, egal woher sie kommen." Genauso überzeugt ist er vom gesamten Konzept von „Student life!“: „Es nimmt Ausländern die Angst vor einem Studium in Deutschland, denn sie sehen, wie etwas funktioniert und lesen es nicht nur.“
Zum Schluss des Clips verabschiedet Max die Zuschauer: „Gute Nacht“, wünscht er. „Noch einmal bitte“, tönt es aus der Regie. Mehrmals wiederholt er die Verabschiedung und zwinkert dabei charmant in die Kamera. Die Herzen der weiblichen Zuschauer dürfte er damit schon begeistert haben...























