Die Grillsaison ist eröffnet

Kaum ist es warm genug, holen die meisten Deutschen ihren Grill hervor. Study-in.de läutet mit dir die Grillsaison ein und gibt dir Tipps, wie du richtig grillst.
von Simone Sawall

Grill, Bild: Sawall/DAAD
Grill, Bild: Sawall/DAAD
Die letzte Vorlesung ist vorbei, das Wetter schön und der nächste Park nicht weit. Die beiden BWL-Studierenden Kai und Amelie überlegen nicht lange und verabreden sich spontan mit ein paar Freunden von der Uni zum Grillen. Ihr Ziel: Die öffentliche Grillstelle im Schlosspark von Hohenheim, wo sie die Grillsaison 2010 eröffnen wollen.
Kai hat noch Grillkohle im Keller. Die Anderen kaufen gemeinsam Steaks, Würstchen und Bier im Supermarkt. Amelie nimmt noch einen Volleyball und eine Decke mit und dann geht es auch schon los in den Park. Nach und nach gesellen sich immer mehr Grillfreunde dazu. Der Grillabend sorgt bei allen für gute Laune:  Freunde treffen, das Wetter genießen, sich entspannen und gemeinsam schlemmen, was will man mehr?

Damit auch dein Grillabend so schön wird, gibt dir study-in.de ein paar Tipps:

Wo wird gegrillt?

Grillen im Park, Bild: Sawall/DAAD
Grillen im Park, Bild: Sawall/DAAD
Zuhause oder im Freien, auf dem Balkon oder im Park, überall kannst du im Sommer rein theoretisch grillen. Möchtest du bei dir zu Hause auf dem Balkon oder im Garten grillen, solltest du dich vorher bei deinen Nachbarn erkundigen, ob es erlaubt ist. Falls ja, achte darauf, dass du deine Nachbarn nicht störst. Fühlen sich deine Nachbarn aber belästigt, kannst du immer noch auf öffentliche Grillstellen ausweichen. Wenn das Grillen in einem Park generell erlaubt ist, darfst du auch deinen eigenen Grill mitbringen. Wichtig ist, dass die Grillschale auf Füßen oder Steinen steht und nicht direkt auf dem Boden. Damit verhinderst du, dass der Rasen beschädigt wird.
Bist du dir nicht sicher, ob auf einem bestimmten Platz oder Wiese das Grillen erlaubt ist, lass es lieber. Wirst du nämlich dabei erwischt, kostet dich das zum Beispiel in Köln zwischen 35 und 150 Euro Strafe.

Welcher Grill ist der Richtige?

Entspannen im Park, Bild: Sawall/DAAD
Entspannen im Park, Bild: Sawall/DAAD
Am schnellsten fertig sind deine Steaks und Würstchen auf einem Gas- oder Elektrogrill.

Vorteil: Ohne lange Wartezeit wird dein Essen schnell, bequem und relativ sauber gegrillt. Da ein Elektrogrill kaum qualmt, stört er auch deine Nachbarn nicht.
Nachteil: Elektrogrills sind im Vergleich zu Holzkohlegrills etwas teurer. Ab ca. 20 Euro bekommst du einen.

Wer "richtig" grillen möchte mit Rauch und Feuer und allem was dazu gehört, für den ist ein klassischer Holzkohlegrill das Richtige. Dieser Grill eignet sich gut, wenn keine Nachbarn in unmittelbarer Nähe sind. Öffentliche Grillplätze bieten für Holzkohle ebenfalls die richtige Basis.

Tipp: DAADblog

Paul Mboya Tuda, Bild: privat
Paul Mboya Tuda, Bild: privat
Paul aus Kenia studiert momentan in Bremen. Im DAADblog berichtet er über seinen Grillabend mit Freunden.

Vorteil: Die Atmosphäre stimmt, denn gemeinsam mit Freunden am Feuer sitzen ist sehr romantisch.
Nachteil: Bis dein Essen fertig ist, dauert es etwas länger, denn die Kohle muss erst richtig glühen. Wenn die Kohle schon weiß wird, kannst du anfangen, dein Fleisch zu brutzeln. 

Die günstigste Möglichkeit, die Köstlichkeiten zu grillen, sind so genannte Einweggrill. Du kannst sie in vielen Supermärkten für zwei bis fünf Euro kaufen. Einweggrills sind sehr praktisch, wenn du spontan Lust hast zu grillen, denn Kohle und Rost sind inklusive und sie passen in fast jede Tasche. Nachdem die Glut erloschen ist, entsorgst du den Einweggrill einfach im Restmüll.
Auch für Einweggrills gilt: Nie direkt auf die Wiese oder den Boden stellen, sonst könnte es durch die Hitze anfangen zu brennen.

Wie kannst du sicher grillen?

Egal auf welchen Grill du deine Tofu-Würstchen, Gemüse oder Steaks legst, achte immer darauf, dass er nicht wackelt. Verwende zu deiner eigenen Sicherheit auf keinen Fall Hilfsmittel wie Spiritus oder Benzin. Unter Bäumen oder in der Nähe von Büschen zu grillen, ist auch keine gute Idee, denn sie brennen schneller, als du denkst. Ebenfalls ein Tabu ist das Grillen mit Holzkohle in geschlossenen Räumen. Nicht nur das Feuer selbst, sondern auch der Rauch sind gefährlich und enden im schlimmsten Fall mit dem Tod.

Wer steht am Grill?

Grillen mit Freunden, Bild: Sawall/DAAD
Grillen mit Freunden, Bild: Sawall/DAAD
Für viele Männer ist Grillen eine Wissenschaft. Dabei können sie stundenlang darüber philosophieren, welches der beste Grillanzünder ist und auf welchem Grill das leckerste Fleisch gelingt. Laut einer repräsentativen Grillstudie des Unternehmens Zimbo bestätigen 66,8% der Befragten die Aussage, dass der Mann hinter den Grill gehört.
Die Besten unter ihnen messen sich ein Mal im Jahr bei der Internationalen Grillmeisterschaft. In 2010 findet sie vom 15. bis 16. Mai in Gotha, Thüringen statt.

Was kommt auf den Grill?

Ganz weit oben auf der Rangliste stehen laut der Umfrage Steaks und Würstchen. Mehr als 80% der Befragten mögen diese am liebsten. Geht es um die bevorzugte Sorte, hat jede Region ihre eigenen Vorlieben. Kein Wunder bei über 1500 Sorten, die Deutschland zu bieten hat.

Aber auch Vegetarier müssen nicht verhungern. Viele deutsche Supermärkte haben in den letzten Jahren ihr Angebot an Steaks und Würstchen aus Tofu vergrößert. Gemüse wie Zucchini, Champignons und Kartoffeln kannst du ebenfalls auf dem Grill platzieren. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Was schmeckt, kommt auf den Rost.

Was kommt sonst noch auf den Teller?

Salat gehört dazu, Bild: Sawall/DAAD
Salat gehört dazu, Bild: Sawall/DAAD
Eine Spezialität ist das so genannte Stockbrot oder Knüppelkuchen. Die Grundlage dafür ist ein einfacher Hefeteig, den du schnell zubereiten kannst. Dieser wird um einen Stock gewickelt und in etwa 10 Minuten knusprig gebacken. Sehr beliebt ist auch das Baguette. Zu einem typischen Grillabend gehören Kartoffel- oder Nudelsalat ebenfalls dazu.

Linktipps:
Wenn du noch mehr über deutsche Würstchen lernen möchtest, sind diese beiden Museen das Richtige für dich: Currywurst Museum in Berlin und 1. Bratwurstmuseum im thüringischen Holzhausen.

Study-in.de wünscht dir viel Spaß beim Grillen!

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