Oldenburg: Die grüne Unistadt in Norddeutschland
Oldenburg ist eine gemütliche Unistadt in Norddeutschland mit mehr Fahrrädern als Einwohnern, einer verwinkelten Fußgängerzone, grünen Parks und Wochenmärkten an jedem Tag der Woche. Die Universität ist besonders für ihr Lehramtsstudium bekannt.
von May Naomi und Lina Blank
Oldenburg auf einen Blick
Alte Wache und Lambertikirche, Foto: Stadt Oldenburg/Presse
Die Innenstadt Oldenburgs ist eine der größten Fußgängerzonen Deutschlands mit mehr als 1 000 kleinen Lädchen und verwinkelten Gassen. Durch diese schlendern am Wochenende nicht nur die Bewohner der Stadt sondern auch viele Besucher aus dem In- und Ausland. Frisches Obst und Gemüse kaufst du wie die Oldenburger am besten auf einem der vielen Wochenmärkte die fast an jedem Tag stattfinden. Die meisten Häuser haben einen eigenen Garten, Hochhäuser und Industrieviertel gibt es nicht. Dafür aber ein historisches Schloss und direkt daneben einen weitläufigen Park - der von den Stadtbewohnern innig geliebte Schlossgarten. Besonders sind aber vor allem die vielen Fahrradfahrer. In der Stadt gibt es fast so viele Fahrräder wie in der benachbarten Niederlande. Aber aufgepasst: Ein gutes Schloss ist genau so wichtig wie das dazugehörige Fahrrad.
Hochschulen im Überblick
Carl von Ossietzky Universität
Campus Wechloy, Foto: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg/Presse
Jade Hochschule
Die Jade Hochschule wurde erst 2009 gegründet und hat drei Standorte in Oldenburg, Wilhelmshaven und Elsfleth. Sie bietet rund 35 Studiengänge in sechs Fachbereichen. In Oldenburg wird vor allem Architektur, Bauwesen und Hörtechnik unterrichtet
Freizeit in Oldenburg
Rathaus, Foto: Stadt Oldenburg/Presse
Besonders spannend ist das Oldenburger Bahnhofsviertel. Hier findest du Künstlerateliers direkt neben kleinen Theaterbühnen, ein Tonstudio, ein Independent Kino und den lokalen Fernseh- und Radiosender O1. Im „Blauschimmel- Atelier“ entstehen Kunst und Kulturprojekte von und mit Behinderten und in der „Kulturetage“ finden Konzerte und Theaterstücke statt. Musik- und Tanzschulen liegen hier im Quartier direkt neben alternativen Bars. Für Veranstaltungshinweise solltest du dir immer die neuste Ausgabe der „MOX“ besorgen, dem Oldenburger Stadtmagazin. Wenn du nach ausgiebigem Kulturprogramm die Nacht noch nicht enden lassen willst, lohnt sich ein Abstecher ins Polyester, wo regelmäßig Erasmuspartys, Kurzfilmabende und Poetry Slams stattfinden oder in die Umbaubar. In dieser Bar ist der Name Programm: Regelmäßig zieht sie von einem leer stehenden Haus ins Nächste.
Rund um Oldenburg gibt es ebenfalls viel für dich zu entdecken. Als Student der Uni Oldenburg kannst du mit deinem Semesterticket umsonst an die Nordsee, nach Hamburg oder bis zur niederländischen Grenze fahren kann. Groningen, die niederländische Partnerstadt Oldenburgs ist nur anderthalb Stunden entfernt und mindestens dreimal am Tag per Linienbus zu erreichen. Für wenig Geld kannst du so einen Tagesausflug ins nahe Ausland machen und das Grachtenflair genießen.
Interview mit Antonio Canovas aus den USA
Antonio Canovas ist 21 Jahre alt, kommt aus Freeland in Michigan und studiert seit 2009 „Gender Studies“ an der Carl von Ossietzki Universität.
Antonio Canovas, Foto: Blank/DAAD
Einerseits gab es hier den Studiengang ,Gender Studies, für den ich mich schon immer interessiert habe und andererseits war es für mich wichtig, die andere Seite Deutschlands kennen zu lernen. In den Medien sieht man immer nur Lederhosen und Neuschwanstein. Eine Austauschschülerin hatte mir jedoch von ihrer gemütlichen Heimatstadt erzählt. Ich bin sie besuchen gekommen und wusste dass die Norddeutsche Mentalität das Richtige für mich ist.
Was würdest du internationalen Studierenden raten, die nach Oldenburg kommen?
Lasst euch beim Kauf einer Regenjacke gut beraten, denn in Oldenburg kann man mit dem Fahrrad sehr flexibel sein, solange man sich auf das Wetter einstellt. Und seid offen dafür, Einheimische um eine Stadtführung zu bitten, denn das Beste an Oldenburg sind die ganzen verborgenen ganz besonderen Plätze.
Und was machst du so am Wochenende?
Ich treffe mich am liebsten am See oder im Schlossgarten mit ein paar Freunden zum Bier trinken oder zum Slacklining. Dann gehe ich gerne in die UmbauBar. Die Fakultäten veranstalten regelmäßig Partys im Universitätsgebäude und in den Bars der Wallstraße, dort kann man auch sehr viel Spaß haben. Und die Atmosphäre ist lockerer, dort kann man seine Kommilitonen leichter kennenlernen.
Und zu guter Letzt, kannst du Oldenburg in drei Worte fassen?
Familiär-studentisch-norddeutsch
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