Trier: Studieren in Deutschlands ältester Stadt
Einst war Trier die Hauptstadt des westlichen Europas, die größte Stadt nördlich der Alpen und stand Rom und Alexandria an Reichtum in nichts nach. Deutschlands älteste Stadt hat jedoch mehr zu bieten als eine beeindruckende Vergangenheit. Eine malerische Kulisse gibt ihr den Charme einer Märchenstadt und zurzeit bevölkern etwa 20.000 Studierende die Straßen und Gassen.
Trier auf einen Blick
Trier, Foto: Wikimedia Commons/Stefan Kühn
Obwohl die meisten Besucher von der glorreichen Vergangenheit der Stadt angezogen werden, lebt Deutschlands älteste Stadt dennoch in der Gegenwart. Die Architektur der Vergangenheit ist mit Leben und moderner Kultur gefüllt. Das römische Amphitheater beherbergt Rock Festivals, alte Klöster sind heute Regierungsgebäude oder Krankenhäuser und wenn du in ein Café gehst, kann es gut sein, dass du dich in einem mittelalterlichen Gebäude befindest.
Trier ist ein altehrwürdiger Ort am Rand von Rheinland-Pfalz, der aber nicht abseits der Wege liegt. Es ist eine sehr offene Stadt, die europäisch denkt. Die Stadt im Herzen Europas liegt näher an vier europäischen Hauptstädten, als an Berlin: Brüssel, Amsterdam, Paris und Luxemburg. Luxemburg liegt quasi um die Ecke, und ist fast zu Fuß zu erreichen.
Overview of the universities
Uni Trier, Foto: Universität Trier
Eine internationale Ausrichtung, die sich in vielen Bereichen widerspiegelt, ist heute ein Grundprinzip der Universität. So bietet die Hochschule Eurodiplome und europäisch ausgerichtete Studiengänge in den Bereichen Jura, Wirtschaft und Sozialwissenschaften an. Grenzübergreifende Kooperationen in Lehre und Forschung gehören ebenso zu den Grundzügen der Universität, wie Seminare und Kurse in verschiedenen Fremdsprachen. Der Fachbereich Psychologie, der eng mit den lokalen Krankenhäusern zusammenarbeitet, ist nicht nur ein Aushängeschild der Hochschule, sondern auch eins der größten Institute seiner Art in Deutschland.
Wie in vielen kleinen Hochschulen, so ist auch hier der persönliche Kontakt viel intensiver, egal ob zwischen Dozent und Student oder zwischen den Studierenden untereinander. Die Universität selbst besteht aus einem Campus, auf dem sich die einzelnen Fachbereiche sternenförmig um die Zentralbibliothek gruppieren. Und obwohl der Campus ziemlich stadtnah liegt, ist er sehr grün, weitläufig und mit vielen Kunstwerken geschmückt.
Fachhochschule Trier
Die Fachhochschule biete Programme in den Bereichen Computertechnik, Architektur, Management, Design und weiteren technischen Fächern an. Wie bei FHs üblich, sind die Programme praxisnah und marktorientiert ausgerichtet und die Hochschule hält Kontakt zur regionalen Wirtschaft und zu öffentlichen Einrichtungen. Gut 4.400 Studierende sind am Campus Trier und am Umweltcampus in Idar-Oberstein, ca. 30 km entfernt, eingeschrieben.
Freizeit in Trier
Porta Nigra, Foto: Wikimedia Commons/Berthold Werner
Im Trierer Dom St. Peter, der ältesten Bischofskirche Deutschlands, findet sich ein Schrein, der eine besonders kostbare Reliquie enthält: den Heiligen Rock, eine Tunika, die angeblich von Jesus Christus bei der Kreuzigung getragen wurde. Der Legende nach brachte es die Heilige Helena im vierten Jahrhundert in die Stadt. Für Gläubige und Touristen ist der Helige Rock die Hauptattraktion Triers.
Im Sommer kommt man in Trier an Jazz nicht vorbei. Das Café-Restaurant Brunnenhof beispielsweise veranstaltet jährlich in seinem historischen Innenhof eine sehr bekannte, Open-Air Jazz Reihe. Jeden Donnerstag im Juli und August wird hier Jazz gespielt. Aber auch ohne Jazz ist das Restaurant einen Besuch wert.
Nicht verpassen solltest du das Kultur- und Kommunikationszentrum Tuchfabrik, besser bekannt als Tufa. Hier finden Workshops, Kabarett und Comedy Shows statt, außerdem gibt es Konzerte und vieles mehr.
Interview mit Mariya Vasileva aus Bulgarien
Mariya aus Bulgarien studiert Spanisch, Slawistik und Medienwissenschaften an der Universität Trier.
Mariya Vasileva, Foto: DAAD
Ich kam zuerst als Au-pair nach Deutschland. Nach dem Jahr in Magdeburg habe ich dann entschieden, in Trier zu studieren.
Wie lebt es sich in Trier als Studentin?
Da ich aus Sofia komme, war ich zuerst überrascht, wie klein meine neue Studienstadt ist, aber es hat nicht lange gedauert, bis ich gemerkt habe, dass Trier eine ganz besondere, süße, kleine Stadt ist. Die geringe Größe hat auch ihre Vorteile, denn man braucht kein Auto und lernt im Nu neue Leute kennen. Natürlich kann man das Nachtleben nicht mit dem von Köln oder Düsseldorf vergleichen, aber für Studenten, die sich auf ihr Studium konzentrieren wollen, ist es ideal.
Würdest du Austauschstudenten empfehlen, nach Trier zu kommen?
Auf jeden Fall, denn Trier ist auch eine günstige Stadt. So kostet ein Zimmer im Studentenwohnheim nur zwischen 120 und 160 Euro im Monat. Viele Studenten leben im Wohnheim, weil sie Geld sparen wollen und auch keine eigenen Möbel brauchen. Ich habe allerdings immer lieber in WGs gewohnt.
Was ist dein Lieblingsplatz in der Stadt?
Mein Lieblingsplatz ist der Viehmarkt, ein zentraler Platz mit vielen Cafés und Kneipen. Jeder, der ins Nachtleben startet, fängt am Viehmarkt an. Es ist ein fantastischer Platz, vor allem im Sommer, wenn überall Tische und Stühle stehen und man draußen sitzen kann. Außerdem ist der Campus einer meiner Lieblingsorte. Er liegt nah am Zentrum und ist sehr grün. Viele Studenten liegen auf den Campuswiesen, lesen oder entspannen einfach. Das kannte ich bisher nicht aus anderen Städten.
Nützliche Links
Die Internetseite der Stadt Trier
Studentenwerk Trier
Internationales Zentrum


















