Das Ruhrgebiet: Studieren im ''Pott''
Im Herzen eines der größten Ballungsgebiete Europs liegen die Städte Bochum, Duisburg und Essen. Das Ruhrgebiet lockt Studierende aus aller Welt nicht nur mit jungen Universitäten und renommierten Forschungsinstituten, sondern auch mit einem vielseitigen Kultur- und Freizeitangebot.
von Janna Degener
Das Ruhrgebiet auf einen Blick
Zeche Zollverein, Foto: Ruhr Tourismus/Jochen Schlutius
Hochschulen im Überblick
Audi-Max der Ruhr-Uni Bochum, Foto: Ruhr-Uni Bochum
Universität Duisburg-Essen
Wie die Ruhr-Universität Bochum gehört die Universität Duisburg-Essen mit rund 32 000 zu den größten Universitäten Deutschlands, fast 5000 Studierende kommen aus dem Ausland. Die jüngste Universität Nordrhein-Westfalens ist 2003 durch die Fusion der Gesamthochschulen in Duisburg und Essen entstanden und hat bis heute in jeder der der beiden Städte einen Campus. In der Forschung setzt die Universität auf fünf Profilschwerpunkte: Nanowissenschaften; Genetische Medizin und Medizinische Biotechnologie; Urbane Systeme, Logistik und Verkehr; Wandel von Gegenwartsgesellschaften sowie schließlich die Empirische Bildungsforschung.
Freizeit im Ruhrgebiet
Innenhafen Duisburg, Foto: Ruhr Tourismus/Jochen Schlutius
Wer sich für die Geschichte des Ruhrgebiets interessiert, kann auf der Route der Industriekultur bis zu 52 herausragende Zeugnisse der industriellen Vergangenheit bestaunen. Im Rahmen der Ruhrtriennale verwandeln sich die bekanntesten Industriedenkmäler des Ruhrgebiets wie die Zeche Zollverein in Essen, der Landschaftspark Duisburg-Nord oder die Jahrhunderthalle Bochum zu Aufführungsorten für Musik, Theater, Literatur und Tanz. Und wer die Nächte lieber in Kneipen oder Biergärten verbringt, kommt am Wochenende im Bochumer Bermuda-Dreieck oder dem Duisburger Innenhafen auf seine Kosten. Schließlich bieten Duisburg, Essen und Bochum mit der Sechs-Seen-Platte, dem Baldeneysee, dem Kemnader Stausee und zahlreichen Radwanderwegen auch Natur- und Wanderfreunden ein Zuhause.
Interview mit Ju aus China
Die Chinesin Ju Zhang (28) macht sie der Universität Duisburg-Essen ihren Master in Technischer Logistik und Maschinenbau. Im Interview berichtet sie von ihrem Leben in Duisburg.
Ju Zhang, Foto: privat
Ich wollte in Deutschland studieren und meine chinesische Uni hat ein Austauschprogramm mit der Uni Duisburg-Essen. Deshalb habe ich mich für die Stadt entschieden. Das war also eher Zufall. Später habe ich gelesen, dass es für meinen Studiengang Technische Logistik die beste Uni in Deutschland sein soll.
Wie hast du dir das Ruhrgebiet vorgestellt, als du noch in China warst?
Ich habe im Geographie-Unterricht in der Grundschule sehr viel über das Ruhrgebiet gelernt. In der Klassenarbeit mussten wir Dortmund, Leverkusen und Duisburg auf einer Karte eintragen. Daran erinnere ich mich sehr gut. Damals habe ich mir beim Gedanken an das Ruhrgebiet viel Industrie und Hochhäuser vorgestellt und Schiffe mit schwarzem Rauch, die über die Ruhr und den Rhein fahren. (lacht)
Und wie würdest du es jetzt beschreiben?
Es stimmt ja, dass das Ruhrgebiet traditionell ein Industriegebiet ist. Aber schmutzig ist es hier nicht und der Himmel ist blau. Ich habe noch nie so ein grünes und sauberes Industriegebiet gesehen. Außerdem sind viele alte Industriegebäude umgebaut worden, zum Beispiel zu Museen.
Und wie gefällt dir das Leben in Duisburg?
Sehr gut! Die Menschen sind sehr offen und es gefällt mir, dass sie sehr direkt sind (lacht). Die Stadt bietet auch sehr viel. Ich gehe zum Beispiel gerne in den Landschaftspark. Da kann man sich Spuren der alten Stahlindustrie ansehen, aber auch einfach seine Zeit genießen: Wandern, Kaffee trinken, Spaß haben. Das gefällt mir sehr gut. Und ich bin ein großer Fan vom Duisburger Zoo.
Hast du noch mehr Freizeittipps für Studenten, die neu in die Stadt kommen?
Wenn man nach Duisburg kommt, sollte man in eins der vielen Museen gehen. Mir hat zum Beispiel das Lehmbruck Museum gut gefallen. Einkaufen kann man am besten in der Königsstraße und im Eiscafé Panciera kann man meiner Meinung nach das beste Eis essen. Zwischen April und Oktober kann man auch Hafenrundfahrten in Innenhafen machen, dabei erfährt man viel über die Industriegeschichte von Duisburg.
Nützliche Links
Informationen der Ruhr-Universität Bochum mit Links zur Kultur in Bochum und dem Ruhrgebiet
Informationen zum Leben in Duisburg und Essen, dem öffentlichen Nahverkehr und dem Kulturleben Studentenwerke der Ruhr-Universität Bochum und der Uni Duisburg Essen
Informationen zum Freizeit- und Kulturprogramm findest du auf den Portalen von Duisburg nonstop, Ja-zu-Bochum.de, Metropohle Ruhr


















