Shi Hao: Kellner im Restaurant

Shi Hao studiert an der Uni Köln International Management. Nebenbei verdient er sich ein Taschengeld in einem chinesischen Restaurant. Study-in Redakteur Timo Stukenberg hat ihn bei der Arbeit besucht.

Shi Hao zapft Getränke, Foto: Stukenberg/DAADName: Shi Hao
Ort: Köln, studiert International Management
Alter: 27 Jahre alt
Heimatland: Jiangsu Provinz, nähe Shanghai, China

Job: Ich arbeite seit vier Monaten als Kellner in einem chinesischen Restaurant in der Nähe des Kölner Doms. Ich habe vorher schon in einem anderen Restaurant gearbeitet, aber hier sind die Arbeitszeiten flexibler.

Stundenlohn: Ich bekomme 6 Euro pro Stunde. Wenn ich für einen Tisch als Hauptbedienung eingeteilt bin, bekomme ich von den Gästen noch Trinkgeld. Außerdem kann ich hier kostenlos essen und trinken.

Arbeitszeiten: Ich arbeite meistens am Wochenende, also an zwei Tagen in der Woche. Ein Arbeitstag dauert zwischen fünf und sieben Stunden, je nachdem wie viele Gäste kommen. Wir teilen immer eine Woche im Voraus ein, wer wann arbeitet. So kann ich meine Arbeit mit meinen Veranstaltungen an der Uni kombinieren. Ich bin ja schließlich zum Studieren hier.

Als Kellner kümmert er sich um die Gäste, Foto: Stukenberg/DAADAufgaben: Als Kellner muss ich die Tische decken und das Büffet vorbereiten, bevor die Gäste kommen. Wenn die Gäste da sind, nehme ich Bestellungen auf, bringe das Essen an den Tisch und kümmere mich um sie.

Fundort: Einen Wochenendjob zu finden, war nicht ganz einfach. Ein Freund von mir hat hier früher selbst gearbeitet. Als er keine Zeit mehr für den Job hatte, hat er mich bei meiner Chefin empfohlen. Mein Freund hat den Job auf einer Website für chinesische Studenten im Ausland gefunden.

Shi Hao deckt den Tisch, Foto: Stukenberg/DAADAnforderungen: Neben Deutsch, Englisch und Chinesisch braucht man auch die richtige Einstellung. Als Kellner kann man nicht einfach mal Pause machen. Außerdem muss man Lust haben zu kommunizieren. Und wenn die Gäste mal nicht zufrieden sind, braucht man oft viel Geduld. Dann muss man höflich bleiben und das Problem lösen.

Gründe: Die meisten chinesischen Studenten müssen nicht arbeiten, weil ihre Eltern alles zahlen. Das führt aber auch dazu, dass viele chinesische Studenten in Deutschland wenig Deutsche kennen lernen. Ich sehe den Job hier als Chance mehr Erfahrungen zu sammeln und Deutsch zu lernen. Auch wenn mein Deutsch noch nicht so gut ist, fange ich immer erst auf Deutsch an mit meinen Gästen zu reden. Wenn sie mich nicht verstehen, versuche ich es auf Englisch.

Nichts für: Schüchterne Personen sind nicht geeignet für den Job. Man muss auf die Gäste zugehen können, auch wenn man die Sprache noch nicht gut beherrscht. Speziell für chinesische Restaurants gibt es natürlich noch eine Voraussetzung: Man muss aus China kommen.