Besuch beim Arzt
Kaum etwas ist so unangenehm, wie eine Verletzung oder Krankheit, dir dir das Auslandssemester vermiest. Aber keine Angst: Das deutsche Gesundheitssystem gehört zu den besten weltweit, und auch die kleinen Probleme wie Rezeptpficht, Praxisgebühr und Überweisungen sind selbst mit verstauchtem Fuß noch zu meistern.
Grafik: DAAD
Voller Vorfreude und aufgeregt kam der 25-jährige Ryan aus Louisina, USA nach Jena, um Germanistik zu studieren. Doch schon nach wenigen Tagen lag er flach. „Mitten im Fußballspiel riss es mich einfach von den Beinen“, erinnert er sich. Das Spiel endete für seine Mannschaft nicht nur mit einer haushohen Niederlage, sondern für Ryan zudem mit einem schmerzenden Knöchel. Kein großes Problem eigentlich, denn eine Krankenversicherung hatte er vor dem Beginn seines Studiums abgeschlossen, und Medikamente gegen die Schmerzen gibt es doch gleich im Supermarkt um die Ecke, oder?
Problem Nr.1: Medikamente gibt es nur in Apotheken!
In der Apotheke, Bild: Fabian Köhler
Problem Nr. 2: Zuerst am besten immer zum Hausarzt!
Hausarzt, Bild: Wenzel/DAAD
1. Wenn du nur einen Schnupfen, Kopfschmerzen oder Ähnliches hast, hilft dir der Hausarzt und erspart dir so das Krankenhaus.
2. Der Hausarzt behält dauerhaft den Überblick über deine Krankengeschichte und kennt dich deshalb besser.
3. Der Hausarzt hat eine gute Ausbildung für die meisten Krankheiten und Verletzungen – vom Schnupfen bis hin zur Blinddarmentzündung - und kann somit gut beurteilen, ob und an welchen Facharzt er dich überweisen muss. Bei Ryan bestand der Verdacht auf einen Bänderanriss im Sprunggelenk. Sein Hausarzt schickte ihn deshalb zum Sportmediziner.
Problem Nr. 3: Achte auf die Praxisgebühr!
In der Poliklinik, Bild: Fabian Köhler
Unser Tipp: Lege Arztbesuche, die nicht dringend sind, wie z.B. Haut- oder Zahnarztbesuche in ein Quartal. Für Vorsorgeuntersuchungen z. B. für Brust- oder Darmkrebs, fällt die Praxisgebühr generell weg.
Problem Nr. 4: Die Behandlung ist nicht ganz kostenlos – aber fast.
Fünf Euro Zuzahlung, Bild: Wenzel/DAAD
Und heute? Fast ein halbes Jahr ist Ryans Unfall nun her und seine Verletzung ist, wie er mit einem demonstrativen Schütteln seines Fußes beweist, vollständig verheilt. „Nur bei einem Problem konnte mir kein deutscher Arzt helfen“, verrät er grinsend. „Beim Fußball verlieren wir immer noch!“
Linktipps: Wenn du zu einem Arzt gehen möchtest, der auf jeden Fall Englisch kann, findest du auf folgenden Websites Informationen zu englischsprachige Ärzten in München, in Köln, in Hessen und in Jena.


















