In Deutschland leben

Jedes Jahre entdecken tausende Studierende aus der ganzen Welt Deutschland. Sie studieren, forschen und reisen durch das ganze Land und sammeln viele Eindrücke. Auf study-in.de teilen einige davon ihre Erlebnisse mit dir..

Ein Sommer mit RISE

Helen Tauc und Aniruddh Patel sind zwei von jährlich 300 jungen Undergraduates aus den USA, Kanada und UK, die als Stipendiaten des RISE Programms Deutschland in jeder Weise erforscht haben.

RISE war nur der Anfang, sagt Helen Tauc

Helen Tauc, Bild: privat, Grafik: DAADNach meiner Erfahrung als RISE Stipendiatin an der Universität Ulm im Sommer 2007, habe ich Deutschland nur ungern verlassen und wollte unbedingt zurück kommen. Während meines Praktikums habe ich mich mit meinen Kollegen im Labor angefreundet. Nach meiner Rückkehr sind wir in engem Kontakt geblieben. Zudem habe ich viele andere RISE Teilnehmer während meiner zahlreichen Reisen durch Deutschland kennengelernt, mit denen ich auch heute noch spreche.

Ich habe es nicht nur genossen zu reisen, neue Leute kennenzulernen und in Ulm zu leben, sondern auch die Arbeit im Labor und wollte diese fortführen. Deshalb habe ich zurück in den USA nach verschiedenen Stipendien gesucht, die es mir nach meinem Bachelorabschluss an der Universität von Oregon ermöglichen würden, zurück nach Ulm zu gehen.

Im Sommer vor meinem letzten Jahr an der Uni habe ich mich für diese Stipendien beworben. Eins davon war das "DAAD Graduate Independed Study"-Stipendium.

Nach monatelanger Warterei bekam ich endlich die Nachricht, dass ich für das Jahr 2009-2010 ein Stipendium des DAAD erhalten würde. Ich war und bin total aufgeregt! Durch dieses Stipendium konnte ich für zehn Monate nach Ulm zurückkehren, um im gleichen Labor an einem Forschungsprojekt arbeiten und außerdem ein paar Kurse an der Uni zu belegen. Ich bin jetzt zurück in Ulm und stürze mich wieder in ein spannendes Abenteuer. Ich bin nicht nur aufgeregt, sondern auch dankbar für all die Möglichkeiten, die der DAAD mir gegeben hat. Ich habe das Gefühl, dass mir das RISE Stipendium in 2007 die Tür zu vielen internationalen Möglichkeiten, sowohl akademisch als auch beruflich, geöffnet hat, von denen ich vorher nie zu träumen wagte.

RISE Blogger

Tiffany Ware, Bild: privatTiffany Ware und Christina Price nehmen dieses Jahr am RISE Programm teil und erzählen von ihrem Leben in Deutschland im DAADblog.

Leider kennt den DAAD kaum jemand an meiner Uni. In der Tat habe ich mich selber auch nicht über meine Uni für RISE beworben, sondern unabhängig davon. Erst danach fand ich heraus, dass es an meiner Uni einen DAAD Koordinator gibt. Wie dem auch sei, nach meinem RISE Praktikum habe ich Werbung für das Programm gemacht, denn ich habe Erstsemester betreut und als Studentische Hilfskraft an der Universität Oregon gearbeitet. Außerdem habe ich vielen meiner Freunde dazu geraten, sich zu bewerben. Der DAAD hat so viel zu bieten und ich hoffe, dass die Studenten meiner Uni das in Zukunft auch mehr wahrnehmen.

Als ich nach meinem Praktikum zurück in die Staaten kam, war ich sehr motiviert und wollte meine Deutschkenntnisse weiter verbessern. Leider war in meinem Stundenplan absolut kein Platz mehr für Deutschunterricht. Im Moment mache ich einen Online-Deutschkurs und werde zudem noch wöchentlichen Unterricht an der Uni Ulm nehmen. Auch versuche ich so oft wie möglich mit meinen Freunden Deutsch zu sprechen, obwohl die oft viel lieber ihr Englisch verbessern wollen. Trotzdem haben sich meine Deutschkenntnisse im vergangenen Monat schon verbessert. Ich freue mich darauf im Laufe des nächsten Jahres noch besser zu werden.

Total eingetaucht ist Aniruddh Patel

Aniruddh Patel, Bild: privat, Grafik: DAADIch habe im Sommer 2008 am RISE Programm teilgenommen und es war eine wundervolle Erfahrung. Neben der Arbeit in einem völlig anderen Labor, haben mir vor allem das tägliche Leben und Freizeitaktivitäten gefallen. Ich bin völlig in die Kultur des modernen Deutschlands eingetaucht.  Seit damals ist viel passiert: Ich habe meine Vordiplom an der Washington University in St. Louis in den Hauptfächern Biochemie und Anthropologie geschafft. Meine Erfahrungen in Deutschland haben mich dazu motiviert, auch mein Nebenfach Deutsch zu beenden. Alle offenen Aufgaben habe ich während meines "Senior Years" erledigt.

In Deutschland zu leben und im Labor genauso wie im täglichen Leben Deutsch zu sprechen, hat mir dabei geholfen, in die Sprache einzutauchen. Außerdem bin ich viel sicherer geworden. Vor meinem Praktikum konnte ich schon gut auf Deutsch schreiben und habe viel verstanden. Nach meinem Praktikum fühlte ich mich wohler beim Lesen und Reden auf Deutsch. Während meiner Zeit in Deutschland hatte ich viele Möglichkeiten durch das ganze Land und seine Nachbarländer zu reisen, weil ich in Berlin gewohnt habe. Ich war in der Lage, die europäische Art des Öffentlichen Nahverkehrs kennenzulernen und meine Reisen haben mir Appetit auf mehr gemacht. Letzten Sommer bin ich zusammen mit meinen Eltern zurück gekommen und gemeinsam haben wir uns Zentral- und Süd-Europa angeschaut. Ich bin immer noch mit meinen Mentoren aus meinem Praktikums-Labor befreundet.

Als ich nach meinem Praktikum wieder in die Uni musste, habe ich meinen Professoren und Klassenkameraden von meiner tollen Erfahrung erzählt.  Danach habe ich einen anderen Studierenden bei der Bewerbung für RISE unterstützt. Er war letzten Sommer Stipendiat in Leipzig. Ein weiterer Studierender, den ich gecoacht habe, wird sich dieses Jahr bewerben. Der Deutsch Fachbereich ermutigt Studierende der Naturwissenschaften, die auch Deutsch studieren, mittlerweile sehr, sich auch zu bewerben.

Im Moment studiere ich im ersten Jahr Medizin in Yale.

Link: Mehr Informationen zum RISE Programm.

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